Im Januar entschied der Deutsche Bundestag, Cannabis auf Rezept zuzulassen und somit Schwerkranken eine zusätzliche Therapieoption zu ermöglichen. Mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger tritt das Gesetz nun auch in Kraft. Somit kann ab sofort schwer und chronisch Kranken Cannabis verordnet werden. Die Landesapothekerkammer Brandenburg begrüßt diese Entscheidung. „Nun gibt es beispielsweise für Krebserkrankte oder MS-Patienten eine weitere Möglichkeit, ihre Beschwerden zu lindern“, sagt Jens Dobbert, Präsident der Landesapothekerkammer Brandenburg. Er betont jedoch, dass es sich dabei um eine Erweiterung des Therapiespektrums handelt und Cannabis kein Wundermittel sei. Bislang konnten nur wenige Patienten mit einer Ausnahmegenehmigung medizinischen Cannabis in der Apotheke erhalten und mussten die Kosten selbst tragen. Umso erfreulicher ist es nun, dass Ärzte Patienten Cannabis verordnen können, um deren Versorgung zu verbessern und die Kosten nach vorheriger Genehmigung von den Krankenkassen übernommen werden.

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