Ausstellungseröffnung

Zum 500. Jubiläum der Reformation soll im Fürstenwalder Dom mit einer kleinen Ausstellung an die kirchlichen Umwälzungen des 16. Jahrhunderts erinnert werden. Die Tafel-Schau „Der Dom St. Marien und die Reformation in Fürstenwalde“ wird am 11. April, um 17 Uhr, im Dom eröffnet – mit anschließender Fortsetzung im Fürstenwalder Museum. Der Tag ist nicht ohne Grund gewählt, denn am 11. April 1556 fand der erste evangelische Gottesdienst in der bischöflichen Kathedralkirche statt. Die Inhalte für die fünf bebilderten Text-Tafeln hat die Historikerin Henriette Brendler erarbeitet. Sowohl der Dom als auch das Museum sind Partnerorte der großen Frankfurter Reformationsausstellung „Bürger, Pfarrer, Professoren – St. Marien in Frankfurt (Oder) und die Reformation in Brandenburg“, die am 5. Mai in der Marienkirche eröffnet wird. Zur Eröffnung in Fürstenwalde ist deshalb auch die wissenschaftliche Leiterin des Frankfurter Ausstellungsprojektes, die Kunsthistorikerin Dr. Maria Deiters von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, geladen. Sie wird in einem Redebeitrag die Besonderheiten der Kunstschätze aus der Reformationszeit erläutern. Einige Objekte aus dem Fürstenwalder Dom werden übrigens ab Mai als Leihgabe in der Frankfurter Schau gezeigt. Frankfurts Bedeutung in Zeiten der Reformation war enorm – zunächst als „Anti-Wittenberg“ an der Spitze der Luther-Gegner und nach 1539 als geistig-kultureller Mittelpunkt der Reformation in Brandenburg. Aber auch Fürstenwalde spielte damals als Bischofssitz und Wirkungsstätte des Domkapitels eine tragende Rolle. Die Kunstschätze im Dom wie das von Bischof Dietrich von Bülow gestiftete Sakramentshaus und bischöfliche Gedenksteine zeugen noch heute davon. Die Ausstellung in St. Marien und jene mit stadthistorischem Schwerpunkt im Museum sind bis 12. November zu sehen.

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