Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Kultusministerkonferenz haben gemeinsam den Bericht „Bildung in Deutschland 2016“ vorgestellt. Der Bericht setzt seinen Schwerpunkt auf das Thema „Bildung und Migration“. Zu den Ergebnissen erklärt die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoguz: „Der Bildungsbericht 2016 macht deutlich, dass es Fortschritte gibt, die Verbesserung der Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund insgesamt allerdings langsam vorankommt. Erfreulich ist, dass sich die Kompetenzen der Schüler mit Migrationshintergrund sowohl im Grundschul- als auch im Sekundarbereich verbessert haben. Noch bestehende Kompetenzrückstände werden im Zusammenhang mit sozioökonomischen Faktoren gesehen. Kinder mit Migrationshintergrund leben überproportional häufiger in Risikolagen (Armut, Erwerbslosigkeit und Geringqualifizierung). Das zeigt uns: Es gelingt im deutschen Bildungssystem weiterhin zu wenig, die Verknüpfung zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg zu überwinden. Wir können auch nicht zufrieden damit sein, dass junge Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit nach wie vor mehr als doppelt so häufig (13%) die Schule ohne Abschluss verlassen wie ihre Altersgenossen deutscher Staatsangehörigkeit (5%) und weniger als halb so oft mit der allgemeinen Hochschulreife (16% vgl. zu 44%). Jugendliche mit ausländischer Staatsangehörigkeit bleiben ebenso überdurchschnittlich häufig ohne Berufsabschluss.“

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