Am Samstag kann man vielerlei erstaunliche Instrumente hören. Im Südschiff der St. Marienkirche Beeskow wird dann ab 16.30 Uhr die Klangwelt der Obertöne hör- und erfahrbar werden. Während bei der Shruti-Box die Töne ähnlich wie bei einem Akkordeon entstehen, ist das Didgeridoo ein obertonreiches Blasinstrument der nordaustralischen Aborigines. Dagegen stammen die Klangschalen vornehmlich aus Tibet, Nepal, China, Japan oder Indien. Je nach Stärke des ausgeübten Drucks des reibenden Klöppels, der Entfernung zum Rand, und der Art des Untergrundes, auf dem die Schale steht, können verschiedene Obertöne hörbar werden. Zu hören sein wird auch eine Glasobertonflöte, die sogenannte Feenflöte. Doch was sind das nun – Obertöne? Ähnlich dem Spektrum des Lichtes setzt sich auch ein Ton aus verschiedenen Einzeltönen zusammen. Doch hören wir in der Musik meist nur den stärksten Ton des Spektrums, den Grundton. Im Konzert der Klangwelt der Obertöne sollen vor allem die Töne zu Gehör gebracht werden, die sonst nur im Hintergrund den Charakter eines Klanges ausmachen. Am Eindrücklichsten geschieht das natürlich im Obertongesang. Dabei können mehrere Obertöne gleichzeitig erzeugt werden und es entsteht eine Mehrstimmigkeit, die ein einzelner Sänger vortragen kann. Eine Besonderheit dieses Konzertes wird sein, dass diese Obertöne auch sichtbar gemacht werden. Wenn Sie erleben möchten, wie sich Obertongesang, Didgeridoo, Shruti-Box, Klangschalen, Gong, Obertonflöte, Blockflöten, Gesang und Klavier unter dem Thema „Zeitspiel“ zusammenfinden, dann lassen Sie sich herzlich zu diesem Improvisationskonzert einladen. Nehmen Sie sich die ZEIT, kommen Sie zum SPIEL und lassen Sie sich ein auf den ruhigen und meditativen Klang, der doch so sehr aus uns selbst kommt.

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