Frühjahrsaufforstung

Die Pflanzsaison in Wäldern Brandenburgs hat begonnen. Millionen junger Waldbäume und -sträucher verlassen in den nächsten Wochen die Baumschulen. Den Hauptanteil im Landeswald haben Eichen und Buchen. In der Zeit zwischen Winterausgang und dem Austrieb der Gehölze Mitte April ist Pflanzsaison im Wald. In dieser Zeitspanne können junge Forstpflanzen an ihren endgültigen Bestimmungsort im Wald gepflanzt werden. Das Saatgut, aus dem die Forstpflanzen in den Baumschulen angezogen werden, stammt überwiegend aus Brandenburgs Wäldern. Bei den Laubbäumen wurden in der letzten Erntesaison fast 160 Tonnen Rohsaatgut eingebracht. So konnten 87 Tonnen Traubeneicheln und 19,5 Tonnen Stieleicheln gesammelt werden. Bei der Rotbuche waren es 41,3 Tonnen, so viel wie seit 2009 nicht mehr. Auch andere Laubbaumarten wie Roteiche, Esskastanie Ahorn, Hainbuche, Winterlinde, Vogelkirsche und Birke konnten reichlich beerntet werden. Ein reiches Samenjahr nennen Fachleute Vollmast. Ein typisches Vollmastjahr bedeutet, dass die meisten Bäume eines Waldbestands Samenbehang haben und sehr viele Früchte geerntet werden können. Auch die Qualität des Saatguts ist in Vollmastjahren meist überdurchschnittlich. Vollmastjahre sind von vielen Faktoren wie vor allem der Witterung abhängig und treten sehr unregelmäßig, im Durchschnitt etwa alle sieben Jahre auf. Deshalb ist es für den Förster sehr wichtig das Samenpotenzial in solchen Jahren auszunutzen.

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