Die Geschäftslage im westbrandenburgischen Handwerk erreicht erneut Spitzenwerte und toppt den Frühjahreswert um 1,8 Prozent. Es wurde ein historischer Spitzenwert von 94,7 Prozent (Vorjahr 92,9 Prozent) bei der Beurteilung der Geschäftslage erzielt. Knapp ein Viertel der Unternehmen beurteilen ihre derzeitige Auftragslage für die Jahreszeit sogar als überdurchschnittlich gut (plus 2 Prozent). Über alle Gewerke betrachtet, legte das Handwerk auch bei den Umsätzen noch einmal zu. 25 Prozent der Befragten vermelden gestiegene Umsätze. Bei 14 Prozent der Betriebe waren gesunkene Umsätze zu verzeichnen – damit liegt der aktuelle Saldenwert bei 11 Prozent, was ein Plus von 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Anders als im letzten Jahr wird die positive Entwicklung aktuell von fast allen Handwerksbranchen getragen. Die Achillesferse bleibt die Mitarbeitersituation – dem westbrandenburgischen Handwerk fehlt es auch weiter an Auszubildenden und Fachkräften. In einigen Regionen hemmt das Problem bereits das Wachstum der Betriebe. Allein im aktuellen Ausbildungsjahr konnten rund 400 Ausbildungsbildungsplätze im Kammerbezirk nicht besetzt werden. Dennoch glimmt ein Flämmchen der Hoffnung am Horizont: In den vergangenen drei Monaten hat jeder fünfte Betrieb zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Federführend waren hier das Kraftfahrzeughandwerk, das Nahrungsmittel- und das Gesundheitshandwerk. Dennoch haben 7 Prozent Personal verloren. Hier waren besonders die personenbezogenen Dienstleistungen betroffen.

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