Hochwasserlagen ziehen sich oft über viele Tage, wenn nicht sogar wie 1997 über mehrere Wochen hin. Der Bedarf an Einsatzkräften ist hoch. Neben der Feuerwehr kommen auch Bundeswehr und andere Einheiten zum Einsatz. Aber auch freiwillige Helfer stehen zur Verfügung. Sie alle müssen fach- und sachgerecht angeleitet werden, um z.B. Schäden am Deich korrekt auszubessern. „Unsere Erfahrungsträger sind immer von Beginn an einer Hochwasserlage im Einsatz, sodass wir eine Ablösung für sie brauchen“, sagt Torsten Goerth, Sachgebietsleiter im Katastrophenschutz des Landkreises Oder-Spree. Die Personalsituation ist jedoch eng. Zum einen scheiden immer wieder erfahrene Kameraden aus dem aktiven Feuerwehrdienst aus. Zum anderen besteht das Problem, dass Feuerwehrkameraden nicht in der Hochwasserabwehr ausgebildet werden. Langfristig droht damit das Fehlen von Fachkräften. Dem entgegnet der Landkreis Oder-Spree mit einem Pilotprojekt. Feuerwehrkameraden aus den Gemeinden des Landkreises wurden in den vergangenen Monaten in einem theoretischen und einem praktischen Modul als Multiplikatoren ausgebildet. Sie sollen zukünftig Führungsaufgaben in Schadenslagen übernehmen.

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