Am 9. Mai startet in Potsdam eine außergewöhnliche Unterstützung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge: Die israelische Hilfsorganisation IsraAID bietet für sie eine psycho-soziale Hilfe und die begleitende Schulung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Jugendhilfeeinrichtungen und der Jugendämter an. Das vom Jugendministerium finanzierte Projekt „Bara´em“ hat eine Laufzeit von vorerst 12 Monaten. „Bara´em“ kommt aus dem Arabischen und bedeutet „Sprosse“. Jugendminister Günter Baaske: „Wie auf einer Leiter sollen die einzelnen Sprossen Stück für Stück Hilfe zur Selbsthilfe und zur Stärkung der Psyche geben. Vertrauen in sich selbst und die Gesellschaft soll aufgebaut und soziale Kompetenzen entwickelt werden.“ Die non-governemental Organisation (NGO) IsraAID verfügt seit 2001 über Erfahrungen in der Arbeit mit Menschen, die traumatische Erfahrungen haben, und wird auf dieser Grundlage Unterstützung insbesondere für psychisch erheblich belastete unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Brandenburg leisten. IsraAid hat Programme zur psychischen und psychosozialen Gesundheit entwickelt und ist derzeit u.a. in Jordanien, Kurdistan, im Irak und auf Lesbos aktiv. Die Mitarbeiter von IsraAID sprechen arabisch und verfügen über Kenntnisse des kulturellen und religiösen Hintergrunds der Betroffenen. Die Mitarbeiter von IsraAID setzen das Projekt „Bara’em“ direkt in den beteiligten Jugendhilfeeinrichtungen um.

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