Der Fürstenwalder Landtagsabgeordnete Volkmar Schöneburg (DIE LINKE) lud Akteure, die sich für ein tolerantes und weltoffenes Fürstenwalde engagieren, zum Austausch über das Erstarken der AfD in Brandenburg und unserer Region ein. „Vor drei Jahren, am 22. November 2013, haben die Abgeordneten des brandenburgischen Landtags den folgenden Satz beschlossen: ‚Das Land schützt das friedliche Zusammenleben der Menschen und tritt der Verbreitung rassistischen und fremdenfeindlichen Gedankenguts entgegen.‘ Dieser Satz ist seitdem als ein Staatsziel in der Landesverfassung verankert“, so Schöneburg in seinen Eingangsworten. „Dieser Beschluss war einstimmig: Die Abgeordneten haben sich, bei allen Differenzen der Parteien in anderen Fragen, darauf verständigt, dass wir friedlich zusammen leben wollen und dass wir keinen Rassismus wollen. Die Alternative für Deutschland (AfD) wurde am 14. September 2014 in den brandenburgischen Landtag gewählt. Sie hat seitdem ausreichend Gelegenheiten gehabt, zu zeigen, wofür sie steht. Die Partei hat in dieser Zeit Andersdenkende, Homo- und Transsexuelle, Flüchtlinge und Einwanderer, Muslime und Juden beleidigt und bedroht“, so sein ernüchterndes Resümee. Mit dem Kommunikationstrainer Moritz Kirchner wurden Aussagen des Parteiprogrammes und ausgewählte Reden von Abgeordneten der AfD intensiv diskutiert. „Stammtischparolen sind hier oft schon eher ein verharmlosende Beschreibung“, so der Befund der Anwesenden. Die Auseinandersetzung mit der AfD darf nicht nur in den Parlamenten und Kommunalvertretungen geführt werden, sondern vor allem auch in der Öffentlichkeit. Zivilgesellschaft und außerparlamentarische Akteure müssen die inhaltliche Auseinandersetzung suchen und führen. „Dafür wird es unsere Aufgabe sein, Materialien, Informationen und Argumente zu liefern, Präsenz zu zeigen und all jene zu stärken, die Rechtspopulismus, Rassismus, Chauvinismus und Sexismus bekämpfen“, so Schöneburg für die LINKEN. In den nächsten Tagen, Wochen und Monaten wird es entscheidend sein „alles dafür zu tun, ein Klima der Toleranz, Weltoffenheit und Menschlichkeit zu befördern. In den Parlamenten und in der Zivilgesellschaft“, so Stephan Wende, Fraktionsvorsitzender der LINKEN in Fürstenwalde. „Wir müssen verhindern, dass aus Oder-Spree und Frankfurt künftig Alexander Gaulandt direkt in den Bundestag gesendet wird. Der ehemalige Bisky-Wahlkreis, ein Schmelztiegel deutsch-polnischer Beziehungen, darf nicht in die Hände von reaktionären Nationalisten fallen!“

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