Die Umsetzung der Barrierefreiheit im öffentlichen Personennahverkehr, aber auch in Städten und Gemeinden, ist in diesem Jahr das Hauptthema der jährlichen Fachtagung Nahverkehr und Tourismus. Infrastrukturministerin Kathrin Schneider verwies darauf, dass der barrierefreie Ausbau der Verkehrsinfrastruktur und der Straßen und Wege zu den zentralen Themen des Ministeriums gehört und in der zukünftigen Mobilitätsstrategie und der Strategie für die Stadtentwicklung fortgeschrieben wird. Susanne Henckel, Geschäftsführerin des Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg: „Barrierefreies Reisen ist ein Ziel, das wir im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg konsequent verfolgen. Vielerorts sind wir im Bus- und Bahnverkehr schon sehr gut auf mobilitätseingeschränkte und behinderte Fahrgäste eingestellt: Unter anderem gewährleisten eine Vielzahl der Fahrzeuge und Bahnhöfe stufenlose Zu- und Abgänge, neue Fahrzeuge bieten moderne Standards und die digitale VBB-Fahrinformation ermöglicht eine barrierefreie Routenplanung. Dieter Hütte, Geschäftsführer der TMB Tourismus-Marketing-Brandenburg: „Barrierefreiheit ist für uns ein selbstverständlicher und qualitätsbestimmender Angebotsbestandteil sowie Teil unserer Gastfreundschaft. Barrierefreiheit und „Design für Alle“ sind Qualitätsmerkmale, die von komfortbewussten, reiseerfahrenen und auch fremdsprachigen Gästen und Bürgern jeden Alters und jeder Herkunft geschätzt und eingefordert werden. Dieses Potential wollen wir landesweit nutzen. Das spiegelt sich auch in der Landestourismuskonzeption wider. Jürgen Dusel, Landesbeauftragter für die Belange der Menschen mit Behinderungen: „Mobil sein zu können, ist ein Bedürfnis vieler Menschen, gleich ob sie mit einer Behinderung leben oder nicht. Für Menschen mit Behinderungen sind aber gerade barrierefreie Angebote – insbesondere des Nahverkehrs – eine ganz wichtige Voraussetzung für ihre individuelle Mobilität und Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft. Die Herstellung einer barrierefreien Infrastruktur ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die Expertise, Können und Wissen um die spezifischen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen voraussetzt. Ich freue mich, dass diese Veranstaltung einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung leisten will.“

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