7.800 geringfügig Beschäftigte im Kreis Oder-Spree

Damit der 450-Euro-Job nicht zur Falle wird: Die rund 7.800 Minijobber im Kreis Oder-Spree sollen bessergestellt werden. Das fordert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt. Die IG BAU schlägt dazu eine Reform der geringfügigen Beschäftigung vor. Demnach sollen Minijobs schon ab dem ersten Euro in die Sozialversicherung einbezogen werden. „Minijobs waren als flexible und vorübergehende Lösung gedacht. Aber für viele Beschäftigte – etwa in der Reinigung – sind sie langsam zum Dauerzustand geworden, aus dem sie nicht mehr herauskommen“, sagt Astrid Gehrke von der IG BAU Oderland. Eine Reform sei deshalb „mehr als überfällig“. Nach aktuellen Angaben der Arbeitsagentur arbeiten im Landkreis Oder-Spree allein in der Gebäudereinigung rund 220 Minijobber. Damit sind 31 Prozent aller Mitarbeiter der Branche geringfügig beschäftigt. „Viele von ihnen haben seit Jahren keine Chance auf eine reguläre Stelle. Wegen fehlender Sozial- und Rentenbeiträge sind sie stark von Altersarmut bedroht“, betont die IG BAU-Bezirksvorsitzende. Betroffen seien insbesondere Frauen: 54 Prozent aller geringfügig Beschäftigten im Kreis Oder-Spree sind laut Arbeitsagentur weiblich.

error: Der Inhalt ist geschützt!
X