Sind unsere Schlagadern (Arterien) verengt oder gar verstopft, kann nicht genügend Blut und somit nicht ausreichend Sauerstoff transportiert werden. Die Folge sind Funktionseinschränkungen und ein Absterben des Gewebes. Welche neuen Methoden es gibt, verengte Gefäße wieder durchgängig zu machen, erläutert Dr. med. Andreas Gussmann, Chefarzt der Klinik für Gefäßmedizin und Ärztlicher Direktor in der nächsten Sonntagsvorlesung am 23. Oktober, um 10 Uhr im Konferenzraum „Theodor Fontane“. Im Volksmund wird die Arteriosklerose auch als Arterienverkalkung bezeichnet. Man versteht darunter die Ablagerung von Fett, Thromben (Blutgerinnsel), Bindegewebe und Kalk in den Blutgefäßen. Die Arterien sind unsere Puls- oder Schlagadern: Sie transportieren das sauerstoffreiche Blut vom Herzen zu den Organen. In den Venen fließt hingegen das sauerstoffarme Blut zum Herzen zurück, um in der Lungenstrombahn mit Sauerstoff angereichert zu werden. Verengungen und Verschlüsse führen zu schweren Ausfällen am Zielort – Herzinfarkt, Hirninfarkt, Darminfarkt oder Arm und Beinverlust resultieren daraus. Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit), Übergewicht, Bewegungsmangel und Stress stellen die Risikofaktoren für Arteriosklerose dar. Dr. med. Andreas Gussmann informiert in seinem Vortrag über die verschiedenen Ursachen, den vorbeugenden Maßnahmen und den unterschiedlichen Behandlungsmethoden einer Schlagaderverengung. Gezeigt werden Methoden der Aufdehnungsbehandlung und der Entfernung von Gerinnseln aus dem Gefäß. Darüber hinaus haben die Teilnehmer die Möglichkeit, selber in Form von praktischen Übungen an einem Gefäßmodell die Methoden auszuprobieren. Im Anschluss an den Vortrag können alle Interessierten im persönlichen Gespräch individuelle Fragen klären.

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