Als der Europarat 1975 erstmals eine Denkmalschutz-Charta erarbeitete, hob er hervor, dass „der Bürger ein Recht dazu (hätte), an Entscheidungen über seinen Lebensraum teilzuhaben“. Vielerorts gründeten sich daraufhin Bürgerinitiativen, die diesen Appell ernst nahmen und Denkmale zu retten versuchten. Um ebenjenes von unten gewachsene Bürgerengagement in Sachen Denkmalschutz zu würdigen, steht der diesjährige Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“.  Wenn die Burg Beeskow aus diesem Anlass nächsten Sonntag ihre Tore öffnet, erlebt der Besucher Denkmalpflege live – denn das unter Schutz stehende Bauensemble ist zurzeit Baustelle: Wiederum stehen Umbauten an, die diesmal jedoch wesentlich behutsamer vorgenommen werden als vor 500 Jahren. Auf Führungen in der Zeit von 14 bis 16 Uhr wird das Beeskower Ingenieurbüro Wiebicke erläutern, wie die Bauarbeiten vorangehen.

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