Nabu warnt vor Ausverkauf

Bodenverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH (BVVG) plant die Inseln „Kleiner Werl“ und „Großer Werl“ im Scharmützelsee zu versteigern. Dagegen regt sich immer mehr Widerstand – besonders bei Naturschützern. „Es ist schon ärgerlich, dass der Bund zu Lasten von Natur und Umwelt seine Kassen fühlen möchte. Und dies bei sprudelnden Steuereinnahmen“, so Stephan Wende, Vorsitzender des NABU Kreisverbandes Fürstenwalde. Der Kreisverband hat nun in einem Schreiben an den Umweltminister des Landes Brandenburg, Jörg Vogelsänger, die Ausweisung der beiden Inseln im Scharmützelsee als Naturschutzgebiet beantragt. Ebenso hat er den Minister gebeten, die einstweilige Sicherstellung nach §22 Abs. 3 Bundesnaturschutzgesetz zu prüfen. „Wichtig ist es, zu verhindern, dass mögliche Immobilienspekulanten hier zum Zuge kommen, denn deren Interesse liegt in der perspektivischen Verwertbarkeit der Inseln für Wohneigentum. Dies gefährdet die Inselnatur in sich und den Schutzstatus des gesamten Landschaftsschutzgebietes Scharmützelsee“, so Wende. „Gerade die Beschreibung im Auktionskatalog lässt keine Rückschlüsse auf die besondere Schutzwürdigkeit zu, wodurch private Investoren in Unkenntnis der naturschutzrechtlichen Nutzungsbeschränkungen hohe Kaufgebote abgeben könnten, um Nutzungsabsichten zu realisieren, die dem eigentlichen Schutzzweck zuwiderlaufen“, so Wende. Gleichzeitig bereitet der NABU gemeinsam mit den Landesverband vor, die Inseln selber zu erwerben. Dafür wird ein Spendenkonto eingerichtet und der Naturschutzfond als Partner geworben. Interessenten, die den NABU dabei unterstützen möchten, können sich unter info@nabu-brandenburg weitere Informationen einholen.

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