Hohen Lerneffekt & Kreativität

Von den 29 öffentlichen bzw. halböffentlichen Spielplätzen in Fürstenwalde verfügen 7 über einen Grundwasseranschluss. Das heißt, dass Kinder das kühle Nass über eine Handpumpe selbst aus der Tiefe befördern und zum Spielen nutzen können. Wasser und Sand gehören zu den beliebtesten Spielmedien für Kinder, denn sie lassen viel Kreativität zu und bieten dadurch einen hohen Lerneffekt. Aufkleber auf den Pumpen weisen darauf hin, dass es sich nicht um Trinkwasser handelt.
Schon seit 15 Jahren lässt die Spielplatzkommission diese Spielbrunnen bohren, übrigens nicht nur auf öffentlichen, sondern auch auf Kita-Spielplätzen. Dabei wird meistens ein so genanntes Schaubrunnenbohren durchgeführt, bei dem Kinder aktiv miterleben können, wo eigentlich unser Wasser her kommt.
Der erste Brunnen wurde 2003 auf dem Spielplatz im Ulmenring gebohrt und die beiden letzten 2016 im Paul-Frost-Ring und 2017 auf dem halböffentlichen Spielplatz an der Gerhard-Goßmann-Grundschule. Letzterer wurde leider noch nicht in Betrieb genommen, weil noch ein Sockel für die Handpumpe fehlt.
Die 6 aktiven Wasserspielstellen sind also auf folgenden Spielplätzen zu finden: Ulmenring, Paul-Frost-Ring, Lotichiusstraße, Mühlenberg sowie auf den halböffentlichen Kita-Spielplätzen Kunterbunt und Buratino.  – Die Pumpe in der Lotichiusstraße macht zum Leidwesen vieler Kinder schon seit Wochen Probleme, die hoffentlich dieser Tage beendet sein werden. Die laufende Wartung der Pumpen seit einem Jahr die Fürstenwalder Ausbildungswerkstatt des Wasser- und Schifffahrtsamtes Berlin übernommen – hier werden sie auch im Winterlager gereinigt und überholt. Dafür entstehen der Stadt keine Kosten, weil die Azubis dabei lernen können – ein typischer „win-win“-Effekt. So beschränkt sich der finanzielle Aufwand pro Wasserspielstelle auf die einmalige Brunnenbohrung mit Handpumpe von ca. 1000 € und die Laborkosten für die jährliche Prüfung der Wasserqualität durch das Gesundheitsamt – ca. 60 €. Die Herstellung einer Wasserrinne wird meist vom Bauspielplatz übernommen. Auch die gelben Plastikrohre, die man ineinander stecken kann, sind in einem Sanitärhandel übrig und kosten nichts. Sie gehen ebenso wie die Idee, Grundwasser so zum Spielen nutzbar zu machen, auf den Erfindungsreichtum vom langjährigen SPIKO-Mitglied Uwe Redmann zurück.

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