Fehler machen – aber richtig!

Traditionell fand zum diesjährigen 124. Samariterfest der Eröffnungsgottesdienst auf der großen Freifläche hinter der Korczakschule statt. Die Trommelgruppe „Bamba“ und der Samariter-Chor eröffneten und begleiteten gemeinsam mit dem Posaunenchor der St. Marien Domkantorei Fürstenwalde diesen Festgottesdienst. Viele Bewohner, Angehörige und Gäste waren mit dabei, als Pfarrer Paul-Gerhardt Voget die Andacht hielt. Er verwies auf den diesjährigen Slogan „Fehler machen – aber Richtig!“ Auszug aus der Andacht: „Geht das überhaupt – Fehler machen – aber richtig? Kann jemand wirklich alle Zusammenhänge verstehen, die ganze Komplexität? Nein, das kann keiner!

Das Leben, das Sterben, die Freude – kann das einer alles verstehen? Nur einer, der ohne Fehler ist, aber den gibt es nicht. Jeder macht Fehler! Fehler machen – aber richtig. Die Erkenntnis, einen Fehler gemacht zu haben, ihn sich einzugestehen, ist oftmals schwer, aber er führt bisweilen auch zu neuen Sichtweisen für einen selbst.“ Als die Feierlichkeiten des Gottesdienstes beendet waren, hatten die Gäste reichlich Gelegenheit, die Vielfallt der diakonischen Einrichtungen kennen zu lernen. Wer sich dafür interessierte, konnte einen Blick beispielsweise in die Burgdorf-Schule sowie die Häuser der einzelnen Wohnbereiche werfen, das entstehende Archiv in Augenschein nehmen oder sich an rund 40 Ständen auf dem Zentralgelände der Samariteranstalten informieren. Wie bei Samariterfesten üblich, gab es an vielen Ständen Kaffee und frisch gebackenen Kuchen, dazu Bratwürste und Eis. Besonders lang waren auch in diesem Jahr die Schlangen vor der Zentralküche, wo die Mitarbeiter unter anderem vegetarische Burger anboten. Für Gesprächsrunden und kleine Pausen zwischendurch waren, angesichts des Wetters, schattige Plätze besonders gefragt. Es gab sie beispielsweise auf dem Campus der Beruflichen Korczak-Schule für Sozialwesen oder nahe der Samariterkirche, wo sich das Autismus-Zentrum Fürstenwalde und die Außenwohnbereiche mit einer „Oase der Stille“ präsentierten. Dicht umlagert war die sogenannte Kreativstation der aufwind gGmbH, wo unter anderem Foto-Postkarten gestaltet werden konnten. Die Mitarbeiter beantworteten am Stand zudem Fragen zu der 2008 gemeinsam von den Samariteranstalten und der Wichern Diakonie e.V. Frankfurt (Oder) gegründeten gemeinnützigen aufwind gGmbH und deren Fürstenwalder Begegnungszentrum direkt am Dom St. Marien. Nur ein paar Schritte weiter waren Buchverkaufsstände, Angebote der Korczak-Schule, der Kindernothilfe, des Deutschen Roten Kreuzes, der Feuerwehr Fürstenwalde und der Musikschule Allegro zu finden. Kinder zog es zu den vielen Mal- und Bastelständen, zum Ponyreiten und zum Spielmobil des Jusev-Vereins, außerdem gingen Luftballons in den Samariterfarben Weiß und Blau weg wie die sprichwörtlichen „warmen Semmeln“. Zudem gab es schon traditionsgemäß frische Blumen und Pflanzen zum Kauf. Wer wollte, konnte sich mit Honig, kleinen Handarbeiten aus Stoff und Wolle sowie Erzeugnissen den Christophorus-Werkstätten eindecken.

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