Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz in der Medizin stärker nutzen

    Thematische Schwerpunkte der Konferenz sind in diesem Jahr die Möglichkeiten und Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz im Gesundheitswesen sowie die aktuelle E-Health-Gesetzgebung. Zu Beginn besuchte die Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij gemeinsam mit Prof. Oliver Günther, Präsident der Universität Potsdam, einen interaktiven „Marktplatz“ mit Unternehmen der digitalen Gesundheitswirtschaft.

    Die vielen Möglichkeiten, die Künstliche Intelligenz uns im Bereich der medizinischen Versorgung noch eröffnen werden, lassen sich heute nur erahnen. Ärztinnen und Ärzte werden ihre Diagnosen und Therapien dank digitaler Anwendungen deutlich verbessern. Schon heute werden immer mehr Informationen digital ausgewertet und zwischen verschiedenen Fachrichtungen ausgetauscht. Durch den Einsatz dieser Methoden ist es beispielsweise möglich, den Typ der Krebszellen genauer zu bestimmen.

    Denn die Unterscheidungsmerkmale sind oft nur schwer mit dem menschlichen Auge zu erkennen. Die moderne Computertechnik ermöglicht Genanalysen in Minuten-Schnelle, Vergleiche mit Millionen Daten von anderen Patientinnen und Patienten, mit Behandlungsformen und Forschungsergebnissen, dazu Algorithmen zur Mustererkennung – das ist Präzisionsmedizin. Digitalisierung sei geeignet, Distanzen zu überwinden. Das ist gerade in einem Flächenland wie Brandenburg bedeutsam. Aber nur dann, wenn die Infrastruktur auch zuverlässig einsatzbereit und effizient nutzbar ist.

    Notwendig sei eine enge Verzahnung der verschiedenen Sektoren – zwischen Prävention, ambulanter und stationärer Versorgung, Nachsorge, Pflege und Rehabilitation. Gerade hier gibt es hohen Informations- und Kommunikationsbedarf. Und der ist ohne die möglichst rasche Nutzung digitaler Vernetzung nicht zu bewältigen.
    Mit dem Krankenhaus-Strukturfonds des Bundes werden unter anderem Projekte zur Verbesserung der Versorgung sowie IT- und Telemedizin-Projekte zusätzlich gefördert.

    In der Zeit von 2019 bis 2022 stehen Brandenburg insgesamt rund 120 Millionen Euro aus dem Krankenhaus-Strukturfonds zur Verfügung. Die Telemed-Initiative Brandenburg macht sich seit 2005 durch Information, Wissenstransfer und Austausch für die Gestaltung einer patientenorientierten Versorgungsstruktur im Land Brandenburg stark.

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