Brandenburg verfügt über gute Strukturen

    Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Carl-Thiem-Klinikums will gemeinsam mit dem Kinderhaus Pusteblume der Johanniter-Unfall-Hilfe in Cottbus die Kinderpalliativmedizin etablieren. Das beinhaltet den Aufbau einer spezialisierten ambulanten pädiatrischen Palliativversorgung (kurz: SAPPV). Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij begrüßt dieses Engagement. Beim 22. Pädiatertag sagte sie in Cottbus: „Schwerstkranke Kinder brauchen besondere Pflege und Betreuung, um die verbleibende Lebenszeit würdevoll und weitgehend ohne Schmerzen in einer familiären Umgebung verbringen zu können. Es ist eine gute Nachricht, dass dieses wichtige Angebot in Brandenburg ausgebaut wird.“

    Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Carl-Thiem-Klinikums steht unter dem Motto „Kostbare Zeit. Pädiatrische Palliativmedizin“. Kinder, die palliativmedizinisch versorgt werden, leiden in der Regel an lebensbedrohlichen Erkrankungen, bei denen ein vorzeitiger Tod sehr wahrscheinlich, aber auch ein Überleben bis ins Erwachsenenalter hinein möglich ist. Nach Schätzungen leben bis zu 50.000 lebensbegrenzt erkrankte Kinder und Jugendliche in Deutschland.

    Der Gedanke, dass ein Kind so schwer krank ist, dass es nur noch begrenzte Zeit zu leben hat, ist zutiefst erschütternd, kaum vorstellbar, unerträglich. Ein Albtraum für jede Mutter und jeden Vater. Ein Alptraum auch für Geschwister, Verwandte und Freunde. Im Falle einer unheilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung mit sehr begrenzter Lebenserwartung sind die Wünsche nach einer bestmöglichen individuellen Lebensqualität und ein Sterben in Würde ein elementares Anliegen. Diese Ziele verfolgt die Palliativversorgung. Es ist deutschlandweit schwierig, flächendeckend SAPPV-Angebote vorzuhalten.

    „Wir sind uns darüber im Klaren, wie schwierig es ist, eine flächendeckende Versorgung schwerstkranker und sterbender Kinder in Brandenburg sicherzustellen. Eine bessere Vernetzung und ein flexibler Ausbau bereits bestehender Strukturen sind notwendig, um die palliativmedizinische pädiatrische Versorgung in unserem Land zu verbessern“, betonte Karawanskij

    Brandenburg verfügt über vergleichsweise gute Strukturen in der Hospiz- und Palliativversorgung, sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich: Es gibt elf stationäre Hospize mit insgesamt 125 vollstationären Plätzen und vier Tageshospizplätzen an den Standorten Brandenburg an der Havel, Neuruppin, Oranienburg, Eberswalde, Potsdam, Lehnin, Frankfurt (Oder), Lauchhammer, Cottbus, Luckenwalde und Blankenfelde-Mahlow. Außerdem betreuen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus 24 ambulanten Hospizdiensten schwerstkranke Patientinnen und Patienten zu Hause.

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