Wann ist was sinnvoll?

Über die Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten bei degenerativen Erkrankungen der Knochen und Gelenke informieren in der nächsten Sonntagsvorlesung, am 24. April, um 10 Uhr im Konferenzraum „Theodor Fontane“ Dr. med. Jens Osel, Chefarzt Klinik für Traumatologie und Orthopädie, und Dr. med. Stephan Koswig, Chefarzt Klinik für Radioonkologie und Strahlenheilkunde, in zwei Vorträgen. Gelenkschmerzen nach dem Aufstehen, beim Sport oder bei alltäglichen Bewegungen sind für viele Menschen ein ständiger Begleiter. Meist treten die Beschwerden mit zunehmendem Alter auf, aber auch Jüngere können betroffen sein. Auslöser ist das immer stärker werdende Abreiben der Knorpel bis zur völligen Auflösung. Dann reiben die Knochenenden ungeschützt aufeinander. Die damit einhergehende Gelenkabnutzung wird als Arthrose bezeichnet. Ein zunehmender Gelenkverschleiß äußert sich meist nach langen Ruhepausen oder einer andauernden Beanspruchung der Gelenke. Besonders angegriffen sind dabei die großen Gelenke in Schulter, Hüfte und Knie, aber jedes andere Gelenk kann auch betroffen sein. Mögliche Ursachen sind zum Beispiel neben einer angeborenen oder erworbenen Fehlstellung der Gelenke auch Unfallfolgen, eine genetische Vorbelastung und Hormone können eine Rolle spielen. An Gelenkverschleiß leiden deutschlandweit etwa fünf Millionen Frauen und Männer – mit steigender Tendenz. Wenn konservative Maßnahmen wie Physiotherapie oder auch Medikamente nicht mehr ausreichen, kann die Strahlentherapie bei Gelenkschmerzen höchst wirksam eingesetzt werden. „Durch die niedrig dosierten Röntgenstrahlen wird eine schmerzlindernde und zugleich entzündungshemmende Wirkung erreicht“, erklärt Chefarzt Dr. med. Stephan Koswig. „Die Bestrahlung wird je nach Beschwerdebild individuell geplant, sodass die betroffene Region genau eingestellt und benachbarte Strukturen geschont werden können“, fügt der Chefarzt hinzu. Aufgrund der geringen Strahlendosis treten keinerlei Nebenwirkungen auf und die Bestrahlung ist schmerzfrei. „Ist der Gelenkverschleiß jedoch weit fortgeschritten, bleibt zur Wiederherstellung der Beweglichkeit häufig nur ein künstlicher Gelenkersatz“, erläutert Chefarzt Dr. med. Jens Osel. Hier gibt es je nach Schweregrad des Gelenkverschleißes unterschiedliche künstliche Hüft- und Kniegelenke. In dem zweiten Vortrag erläutert Chefarzt Dr. med. Jens Osel, in welchen Fällen ein künstliches Gelenk notwendig wird, welche Art des Gelenkersatzes und welche Operationsmethoden es gibt. Nach den Chefarztvorträgen besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung nicht erforderlich.

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