Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Das deutsche Gesundheitssystem ist unübersichtlich. Viele Betroffene und ihre Angehörigen sind daher ständig auf der Suche nach Beratung und Unterstützung. Seit 2006 gibt es die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD). Letzter Zeit häuften sich in unserem Büro unterschiedliche Fragen zum Thema Gesundheit, und zwar Krankenhaus, Rechte und Pflichten von Ärzten, Rechte für Patienten und vieles mehr. Das nehme ich zum Anlass, Sie auf die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) aufmerksam zu machen. Was bietet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland? Die Unabhängige Patientenberatung berät im gesetzlichen Auftrag rund um das Thema Gesundheit bei rechtlichen und medizinischen Fragen sowie bei psychosozialen Problemen im Umgang mit Krankheiten. Das Angebot ist kompetent, neutral, unabhängig und kostenfrei. Damit folgt die UPD ihrem gesetzlichen Auftrag nach dem § 65 b Sozialgesetzbuch V. Das Ziel ist, die Patientenorientierung im Gesundheitswesen zu stärken und Problemlagen im Gesundheitswesen aufzuzeigen. Die UPD berät ca. 81.000 Menschen pro Jahr und will bis 2018 rund 200.000 Menschen erreichen. Das Angebot umfasst 21 regionale Beratungsstellen, ein bundesweites Beratungstelefon in drei Sprachen (Deutsch, Türkisch, Russisch) und einen Arzneimittelberatungsdienst.

Bei ihrer Arbeit versteht sich die UPD als Lotse, Wegweiser und Berater in einem Gesundheitswesen, das geprägt ist durch viele Akteure mit teilweise unterschiedlichen Zielen. Die Ratsuchenden erhalten Informationen, Beratung und Unterstützung, frei von Interessen der Krankenkassen, Ärzten, pharmazeutischen Industrie und anderen Akteuren. Dadurch sollen Betroffene leichter sachgerechte Entscheidungen treffen können, in Konfliktsituationen unterstützt werden und ihre Position als eigenverantwortliche Teilnehmer im Gesundheitswesen stärken. Warum kostenfrei und unabhängig? Die Beratung der UPD unterliegt keiner Gewinnorientierung. Finanziert wird sie durch den Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) und für die Beratung auf Türkisch und Russisch durch den Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV). Beiden ist es gesetzlich untersagt, Einfluss auf den Inhalt oder den Umgang der Beratungstätigkeit zu nehmen. Die Unabhängigkeit der UPD gewährleisten zudem ihre drei Gesellschafter. Diese sind: der Sozialverband VdK Deutschland, der Verbraucherzentrale Bundesverband und der Verbund unabhängige Patientenberatung. Sie gehören direkt oder indirekt zu jenen Organisationen, die in Deutschland maßgeblich die Interessen von Patientinnen und Patienten wahrnehmen (nach § 140 f und g Sozialgesetzbuch V). In der Patientenbeteiligungsverordnung sind diese als unabhängig und neutral ausgewiesen. Die regionalen Beratungsstellen haben jeweils einen eigenen Träger. In der Regel sind diese Mitglieder oder Landesverbände der drei UPD-Gesellschafter und unterliegen daher denselben Anforderungen an Neutralität und Unabhängigkeit wie die Gesellschafter. Sie sind als gemeinnützig anerkannt, finanziell eigenständig und selbst keine Anbieter von Gesundheitsleistungen. Ebenfalls ist sichergestellt, dass die Beraterinnen und Berater der UPD, etwa durch Nebentätigkeiten, nicht in wirtschaftliche Interessenkonflikte geraten. Nähere Informationen finden Sie unter www.patientenberatung.de.

Bleiben Sie gesund! Gerne berate und unterstütze ich Sie persönlich. Ihnen und Ihren Familien wünsche ich ein besinnliches Weihnachtsfest. Weihnachten ist eine ruhige Zeit. Eine Zeit für gute Wünsche, eine Zeit zum Freude haben und eine Zeit, um Danke zu sagen. Licht, Freude, Hoffnung für die Feiertage und viele schöne Lichtblicke im kommenden Jahr wünscht

Ihre Birgit Bartolf
Gleichstellungs-, Ausländer-, Behinderten- und Seniorenbeauftragte

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