Gemeinsam erkennen und behandeln

    Der März steht ganz im Zeichen der Aufklärung und Prävention des Darmkrebses. Auch das zertifizierte Darmzentrum des Helios Klinikums Bad Saarow beteiligt sich mit einer Sonntagsvorlesung am deutschlandweiten Themenmonat. „Gemeinsam Darmkrebs erkennen und behandeln“ – diesem Thema widmen sich drei erfahrene Experten des zertifizierten Darmzentrums am 24. März, um 10:00 Uhr.

    Darmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Krebserkrankung bei beiden Geschlechtern. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts erkranken in Deutschland pro Jahr rund 35.400 Männer und 30.000 Frauen daran, meist ab dem 50. Lebensjahr. Wenn von Darmkrebs gesprochen wird, ist damit Krebs im Dickdarm gemeint. Krebs im Dünndarm ist sehr selten.

    Diagnose Darmkrebs: Was nun?
    Wie es nach der Diagnose Darmkrebs weitergeht, hängt unter anderem vom Stadium der Erkrankung ab. Im Frühstadium reicht es oft aus, den Tumor operativ zu entfernen. In fortgeschrittenen Stadien beraten wir interdisziplinär, welche zusätzliche Therapien zur OP für den Patienten infrage kommen wie Chemotherapie und Bestrahlung“, erläutert Dr. med. Joachim Böttger, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie.  Der erfahrene Chirurg leitet seit vielen Jahren das zertifizierte Darmzentrum im Bad Saarower Klinikum, welches auf die individuelle und optimale Versorgung von Patienten mit bösartigen Darmtumoren spezialisiert ist und eine leitliniengerechte Behandlung bietet. Experten aller an der Krebstherapie beteiligten Fachgruppen beraten gemeinsam in interdisziplinären Tumorkonferenzen, welche Verfahren im Einzelfall sinnvoll sind und wie sie kombiniert werden sollten. Somit wird für jeden Erkrankten eine maßgeschneiderte Therapie entwickelt.

    Neueste Diagnostik und Therapie
    Dank der intensiven Forschung wurden in der Darmkrebstherapie in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte erzielt, die die Lebensqualität und Überlebenszeit der Patienten positiv beeinflussen“, betont Dr. med. Böttger. „Bei der Sonntagsvorlesung werden wir über aktuelle Diagnose- und Therapiemöglichkeiten in drei leicht verständlichen 20-minütigen Vorträgen berichten“, fügt der erfahrene Operateur hinzu. Die Experten werden dabei den Darmkrebs aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und auch die wichtigen Themen wie Vorbeugung, Früherkennung und Risikofaktoren ausgiebig behandeln.

    „Das Risiko an Darmkrebs zu erkranken, nimmt ab Mitte 50 drastisch zu. Deshalb raten wir jedem, ab dem 55. Geburtstag eine Dickdarmspiegelung (Koloskopie) in Anspruch zu nehmen. Denn wird die Erkrankung rechtzeitig erkannt, kann sie oft sehr gut behandelt werden“, erklärt Dr. med. Wruck, Chefarzt der Klinik für Allgemeine Innere Medizin, Gastroenterologie und Diabetologie.

    Dr. med. Stefani Röttger, Oberärztin in der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin, wird sich in ihrem Vortrag vor allem der Chemotherapie widmen. Die medikamentöse Therapie kann vor (neoadjuvant) oder nach (adjuvant) einer Operation eingesetzt werden. Mithilfe einer neoadjuvanten Therapie versucht man, den Tumor zu verkleinern, um die operative Entfernung zu erleichtern. Die Adjuvante Therapie nach der Operation hat zum Ziel, einzelne Tumorzellen, die sich eventuell bereits vom Primärtumor in andere Organe abgesiedelt haben, abzutöten.

    Im Anschluss stehen die Referenten auch gern für individuelle Fragen zur Verfügung. Parkplätze stehen den Teilnehmern der Sonntagsvorlesung kostenfrei Verfügung. Parkchips können im Anschluss an die Veranstaltung beim Empfang entwertet werden. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei erreichbar.

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