Sonntagsvorlesung mit OA Dr. med. Wolfram Heinzel

Das Reizdarmsyndrom (RDS) gehört zu den häufigen Erkrankungen des Magen- und Darmtraktes. Bauchschmerzen, Blähungen, Verstopfung und Durchfall sind häufig die Symptome, die sich unter Stress noch verschlechtern können. Wie diese unspezifischen Verdauungsstörungen diagnostiziert und behandelt werden können, erläutert Dr. med. Wolfram Heinzel, Leitender Oberarzt der Klinik für Allgemeine Innere Medizin, Gastroenterologie und Diabetologie, HELIOS Klinikum Bad Saarow, in der Sonntagsvorlesung am 26. Juni, um 10 Uhr im Konferenzraum „Theodor Fontane“. „Bei einem Reizdarmsyndrom handelt es sich um so genannte funktionelle Beschwerden der unterschiedlichsten Ausprägung. Die Symptome schränken das Alltagsleben und Wohlbefinden der Betroffenen teils erheblich ein und führen sie häufig zum Arzt“, berichtet Dr. med. Wolfram Heinzel. Bis zu 20 Prozent der Bevölkerung leiden an der Erkrankung, und Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. Die Ursachen für die Darmbeschwerden sind noch nicht eindeutig erforscht. Es gibt mehrere Faktoren, die die Beschwerden auslösen können. Dazu gehören Infektionen im Darmbereich, Störungen des Darmnervensystems, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder auch Stress und Angst. „Die Symptome sind sehr unspezifisch und individuell.  Bevor die Diagnose eines Reizdarms gestellt werden kann, vergeht oftmals viel Zeit.  Zunächst müssen andere Krankheitsbilder – wie z.B. eine chronisch entzündliche Darmerkrankung oder Nahrungsunverträglichkeiten – ausgeschlossen werden“, erklärt der Leitende Oberarzt. „Auch wenn die Einschränkungen der körperlichen und psychischen Lebensqualität durch einen Reizdarm groß sind, ist die Diagnose nicht lebensbedrohlich“, fügt er hinzu. Durch die Umstellung der Ernährung, Anwendung einer medikamentösen Therapie oder auch Entspannungsverfahren können die Beschwerden häufig gelindert werden. Auch bei dieser Sonntagsvorlesung besteht die Möglichkeit, dem Referenten Fragen zu stellen. Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung nicht erforderlich.

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