Bessere und sicherere Abläufe in der Akut-, Notfall- und Rettungsmedizin gewährleistet

Am Dienstag wurden die neuen Räumlichkeiten der Zentralen Notaufnahme offiziell feierlich eröffnet. Etwa 180 Gäste aus Medizin, Politik und Wirtschaft folgten der Einladung des Klinikums, darunter auch Jörg Vogelsänger, Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg.

Seit 2015 hat das HELIOS Klinikum Bad Saarow in insgesamt zehn Bauabschnitten seine Zentrale Notaufnahme bei laufendem Betrieb umgebaut und modernisiert. Von der kompletten Umgestaltung profitieren die Patienten und das Personal gleichermaßen, denn das Klinikum hat bessere und sicherere Abläufe in der Akut-, Notfall- und Rettungsmedizin geschaffen. Insgesamt 930.000 Euro aus Eigenmitteln investierte das Klinikum in die Baumaßnahmen.

„24.000 Patienten behandeln wir jährlich in unserer Zentralen Notaufnahme. Mit dem Umbau und der Modernisierung haben wir Aufnahme- und Behandlungsabläufe in unserer Notfallversorgung enorm optimiert“, sagt Prof. Dr. med. Olaf Schedler, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme und Rettungsmedizin. Durch zwei neue Beobachtungsräume mit mehreren modernen Überwachungsplätzen nach dem bewährten „Emergency Room“-Konzept ist nun für jeden Patienten die Arbeit der Ärzte und Schwestern transparent und nachvollziehbar. Auch alle anderen Bereiche sind neu: So entstanden ein ansprechender Aufnahmebereich mit zwei Warteräumen und einem Tresen, ein hochmoderner Schockraum, verschiedenste Behandlungs-, Eingriffs-, Arbeits- und Diensträume, ein HNO-Ambulanzraum, ein Bettenwartebereich und vieles mehr. Um die Behandlungsdringlichkeit von Patienten der Notaufnahme einzuschätzen, arbeitet die Bad Saarower Notaufnahme seit drei Jahren nach dem Manchester-Triage-System. Mit diesem System erfassen speziell ausgebildete Pflegekräfte den Schweregrad einer Erkrankung unmittelbar bei Ankunft des Notfallpatienten und stufen die Behandlungsdringlichkeit ein. Dabei werden entsprechend nach der Dringlichkeit die Farben Rot (sofortige Behandlung ohne Wartezeit), Orange, Gelb, Grün bis hin zu Blau (nicht dringende Behandlung) hinterlegt. „Die Schweregrade, die Anzahl der anderen wartenden Patienten und die individuell erforderliche Fachdisziplin bestimmen die Wartezeit bis zum ärztlichen Erstkontakt“, erklärt Prof. Dr. med. Olaf Schedler. Um dann auch die Patienten und deren Angehörige über den Status und die Dauer der Behandlung zu informieren, hat das HELIOS Klinikum Bad Saarow einen Wartezeitenmonitor in der Zentralen Notaufnahme etabliert. Das heißt: Alle aktuell eingetroffenen Patienten werden verschlüsselt mit Namenskürzel und Farben sichtbar angezeigt. Von den Patienten wird der neue Service sehr gut angenommen. Für sie ist der Behandlungsrhythmus nun nachvollziehbar, denn die voraussichtliche Wartezeit kann sich jederzeit ändern, wenn lebensbedrohliche Notfälle versorgt werden müssen. „Als Regionales Traumazentrum und Chest-Pain-Unit (Brustschmerzzentrum) gewährleistet unser Klinikum rund um die Uhr, 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr eine optimale Versorgung von schwer verletzten und herzkranken Patienten“, so Dr. med. Jens Osel, der Ärztliche Direktor.

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