Stephan Kühnreich, Mitarbeiter Empfang, und Carolin Goldhammer, Schülerin Gesundheits- und Krankenpflege, üben das richtige Handschuh-Ausziehen

Mitmachaktionen sorgte für viel Andrang

Über 200 Teilnehmer – vor allem Besucher und Patienten, aber auch viele Mitarbeiter – besuchten am 26. Juni den Aktionstag „Saubere Hände“ im Foyer des Klinikums. In vielen persönlichen Gesprächen und Mitmachaktionen informierte das Team der Krankenhaushygiene umfassend über die richtige Händehygiene. Unterstützt wurden sie dabei tatkräftig von 12 Schülern aus der am Standort ansässigen Akademie der Gesundheit. Krankmachende Erreger, wie Viren und Bakterien, werden oft über die Hände übertragen und können im schlimmsten Fall zu gefährlichen Infektionen führen. „Hier möchten wir aufklären und schließen uns dem Aktionstag, der in Anlehnung an den jährlichen Internationalen Tag der Händehygiene der WHO stattfindet, an. Vor allem durch die fachlich richtig durchgeführte hygienische Händedesinfektion kann die Weiterverbreitung von Infektionen durch Mitarbeiter und Patienten sowie Angehörige und Besucher im Klinikum verhindert werden“, sagt Priv.-Doz. Dr. med. Irit Nachtigall, Regionalleiterin Hygiene. Großer Andrang herrschte an der Schwarzlichtlampe. Das Team der Hygiene und die Schüler zeigten die richtige Vorgehensweise beim Desinfizieren der Hände. Durch das UV-Licht der Schwarzlichtlampe wurde dann unter Beweis gestellt, ob auch wirklich alle Bereiche der Hand ausreichend desinfiziert wurden. „Häufig werden dabei die Daumen, Fingerkuppen und Handgelenke nicht hinreichend beachtet“, weiß Priv.-Doz. Dr. med. Irit Nachtigall aus Erfahrung. Auch der Versuch, die bemalten Untersuchungshandschuhe auszuziehen – ohne dabei die Hände mit der Farbe zu benetzen, sorgte für großes Interesse. „Mit dieser Übung möchten wir zeigen, wie wichtig die Händedesinfektion trotz Handschuhe ist. Nur selten gelingt ein kontaminationsfreies Ausziehen“, sagt Hygienefachschwester Cathleen Böhm. „Dank unserer vielseitigen und effektiven Bemühungen konnten wir erreichen, dass die Zahl der im Krankenhaus erworbenen MRSA-Fälle konstant niedrig ist“, fügt die Regionalleiterin hinzu. Als multiresistente Erreger werden Krankheitskeime bezeichnet, die eine Widerstandsfähigkeit gegen die zur Behandlung der Infektion eingesetzten Medikamente entwickelt haben.

Im HELIOS Hygiene-Portal sind alle Daten hier einsehbar. 

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