Neurochirurgen, Unfallchirurgen und Orthopäden arbeiten im zertifizierten Wirbelsäulenspezialzentrum fachübergreifend zusammen

    Da bei Wirbelsäulenerkrankungen eine enge Zusammenarbeit zwischen Experten verschiedener Fachrichtungen entscheidend für eine optimierte Patientenbehandlung ist, hat das Helios Klinikum Bad Saarow ein Wirbelsäulenzentrum gegründet. Die Kliniken für Neurochirurgie sowie für Traumatologie und Orthopädie wurden nun am 13. März von der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) erfolgreich als Wirbelsäulenspezialzentrum zertifiziert. Das Klinikum gehört damit zu den wenigen Einrichtungen deutschlandweit, die Patienten mit Wirbelsäulenleiden auf höchstem Niveau behandeln.

    Die Wirbelsäule bildet die knöcherne Mitte unseres Köpers. Sie hält ihn aufrecht und verbindet die verschiedenen Skelettteile unseres Körpers miteinander. 24 Wirbel und 23 Bandscheiben zählt sie. Vor allem die Bandscheiben können Probleme bereiten. Der Bandscheibenvorfall und die Spinalkanalstenose (Engstelle im Wirbelkanal) gehören zu den weit verbreiteten und bekannteren degenerativen Erkrankungen, doch auch Tumoren, Entzündungen, Verletzungen oder stoffwechselbedingte Krankheiten können der Wirbelsäule stark zusetzen.

    „Um alle Wirbelsäulenerkrankungen bestmöglich behandeln zu können, ist eine fächerübergreifende Zusammenarbeit von Wirbelsäulenexperten sehr wichtig. Das Zertifikat bescheinigt uns eine erstklassige Qualität in der Behandlung aller Wirbelsäulenerkrankungen. Wir freuen uns über diese Auszeichnung“, sagt Priv.-Doz. Dr. med. Julius Dengler, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie.  „Ob Verschleißerscheinungen, Entzündungen, Verletzungen oder Tumorerkrankungen: Wir behandeln all unsere Patienten mit Wirbelsäulenerkrankungen nach höchsten wissenschaftlichen Standards“, betont der Chefarzt.

    Im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens wurden die Kliniken für Neurochirurgie sowie für Traumatologie und Orthopädie des Bad Saarower Klinikums nach verschiedenen Kriterien geprüft: Neben der Geräteausstattung und einer ausreichend hohen Anzahl an Wirbelsäulenoperationen waren verschiedene diagnostische und therapeutische Einrichtungen sowie eine besondere Qualifikation aller am Behandlungsprozess Beteiligten gefordert. Das Klinikum konnte in sämtlichen Kriterien hervorragend bestehen.

    Neben einer umfassenden Ausstattung an hochmodernen Geräten (u. a. Spektral-CT, Magnet-Resonanz-Tomografie, intraoperative Navigation etc.) verfügen alle behandelnden Ärzte über die geforderte umfassende Kompetenz sowie eine hohe Anzahl an Operationen im gesamten Bereich der Wirbelsäulenchirurgie. Besonders die Expertise in der Operation und Behandlung schwerer Krankheitsbilder wurde als wesentliches Zertifizierungskriterium herangezogen.

    „Da wir in Bad Saarow schon längst vom traditionell fachorientierten Denken abgekommen sind und wir Patienten nach einem interdisziplinären Behandlungsansatz behandeln, sind wir stolz auf die Etablierung unseres neuen Wirbelsäulenspezialzentrums. Hier arbeiten Neurochirurgen, Unfallchirurgen, Orthopäden, Radiologen, Gefäßmediziner, Schmerztherapeuten und Physiotherapeuten Hand in Hand“, betont Dr. med. Jens Osel, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Traumatologie und Orthopädie.

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