Setzen auf Lachgas während der Geburt: Leitende Hebamme Manuela Weber und Chefarzt Dr. med. Jörg Schreier (Foto)

Informationsabend rund um die Geburt

Die Geburtshilfe im HELIOS Klinikum Bad Saarow bietet Gebärenden ab sofort eine ganz besondere Möglichkeit, Wehenschmerzen während der Geburt zu lindern: Lachgas! Die schonende Methode ist für Mutter und Kind unbedenklich und wird unter Anleitung selbst durchgeführt. 

Seit dem 18. Jahrhundert wird Lachgas erfolgreich zur Schmerzbehandlung eingesetzt. Auch in Zahnarztpraxen findet die Anwendung immer häufiger statt. Nun hält das farblose Gas auch Einzug in die Geburtshilfe. „Häufig haben werdende Mütter Angst vor Geburtsschmerzen und machen sich Sorgen, diese kaum aushalten zu können. Um die Schmerzen während der Geburt zu reduzieren, setzen wir ab sofort Lachgas im Kreißsaal ein“, so Dr. med. Jörg Schreier, Chefarzt Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Abteilung MiG-Minimal invasive Gynäkologie, Uro-Gynäkologie und Geburtsmedizin.

Lachgas, eine Mischung aus 50 Prozent Lachgas (NO2) und 50 Prozent Sauerstoff (O2), wird über eine Atemmaske eingeatmet.  Bereits nach wenigen Atemzügen tritt die schmerzstillende Wirkung ein¸ da das Gas schnell vom Blut aufgenommen und zum Schmerzzentrum des Gehirns transportiert wird. Der Vorteil: Die Gebärende dosiert selbst und entscheidet, wann sie die Maske aufsetzt. Da Lachgas im menschlichen Körper nicht in den Stoffwechsel eintritt, sondern vollständig wieder abgeatmet wird, ist es bei korrekter Anwendung für Mutter und Baby vollkommen ungefährlich. Während der Wirkdauer sind die Mütter wach und ansprechbar. „Lachgas unterstützt die Geburt, es lindert die Wehenschmerzen und die Gebärende kann sich besser auf die spannende Reise der Geburt begeben.  Allen werdenden Müttern bieten wir ab sofort diese Möglichkeit zur Schmerzlinderung an“, fügt der Chefarzt hinzu. 

Das Team der Geburtshilfe lädt alle werdenden Eltern am 18. Juli, um 19 Uhr zum Informationsabend rund um die Geburt ein. Chefarzt Dr. med. Jörg Schreier und Manuela Weber, Leitende Hebamme, sowie Dr. med. Andreas Widera, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Früh- und Neugeborenenmedizin, zeigen die Philosophie der sicheren und individuellen Geburtshilfe auf. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, die Kreißsäle, die Neugeborenenstation sowie das Familienzimmer zu besichtigen und individuelle Fragen an die Geburtshelfer zu stellen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist im Konferenzraum „Theodor Fontane“.

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