Rund 50.000 Brandenburger betroffen

Immer mehr Menschen in Brandenburg erhalten die Diagnose heller Hautkrebs. Zwischen den Jahren 2011 und 2018 erhöhte sich die Betroffenenzahl um 35 Prozent von rund 36.900 auf 49.700 Menschen. Das geht aus einer aktuellen Barmer-Analyse hervor, die die Kasse anlässlich des europäischen Tags des Hautkrebses angefertigt ließ. Angesichts der Tatsache, dass sich keine Krebsart so gut vermeiden lässt wie Hautkrebs, sind die Fallzahlen viel zu hoch. Niemand sollte sich ohne entsprechenden Schutz zu lange in der Sonne aufhalten. Denn die Haut verzeiht keine Schäden durch übermäßigen Sonnengenuss.

Sorglosigkeit bei Sonne und Solarium rächt sich im Alter
Heller Hautkrebs tritt in der Regel an den Körperstellen auf, die am meisten der UV-Strahlung ausgesetzt sind, wie Gesicht, Ohren und unbehaarte Kopfhaut. Besonders gefährdet sind Menschen mit hellem Hauttyp. Auch wer Medikamente einnimmt, die die körpereigene Abwehr unterdrücken, oder beruflich über viele Jahre einer Arsenbelastung ausgesetzt ist, trägt ein höheres Hautkrebsrisiko. Sorge bereitet der Barmer, dass viele Menschen wegen eines falschen Schönheitsideals ein erhöhtes Erkrankungsrisiko in Kauf nehmen. „Die Leichtfertigkeit vieler, oft junger Menschen, die sich zum Bräunen in die Sonne legen oder ins Solarium gehen, rächt sich im Alter. Die Diagnosen für hellen Hautkrebs steigen ab einem Alter von Mitte 40 rasant an. Am stärksten betroffen sind über 80-Jährige.

Auch Hausärzte führen Hautkrebsscreening durch
Wer verdächtige Verfärbungen an seiner Haut feststellt, sollte für ein Hautkrebsscreening zum Arzt beziehungsweise zur Ärztin gehen. Neben Hautärzten können auch Hausärzte in Brandenburg im Rahmen der allgemeinen Vorsorgeuntersuchung ein Hautkrebsscreening durchführen. In Brandenburg waren im Jahr 2018 rund 56.500 gesetzlich Versicherte für ein solches Screening beim Hausarzt und rund 79.600 beim Hautarzt.

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