Dieses Treffen ist außergewöhnlich

Mehr als zwanzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich am vergangenen Donnerstag zum zweiten Runden Tisch der Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz im Rathaus der Stadt Erkner. Unter ihnen waren auch der Bürgermeister der Stadt Erkner, Jochen Kirsch, sowie die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Erkner, Anne-Kathrin Herrmann. In seiner Begrüßungsansprache führte Jochen Kirsch aus, dass die Zahl der Neuerkrankungen in Deutschland von 240.000 Fällen pro Jahr ein gemeinsames und konstruktives Handeln unabdingbar macht. Brigitta Neumann vom Kompetenzzentrum Demenz für das Land Brandenburg schilderte in ihrem Gastreferat „Bedarf und Entwicklung einer Angebotsstruktur für Menschen mit Demenz in Schöneiche, Erkner und Woltersdorf“ eigene Erfahrungen. In der anschließenden Diskussion ging es darum, die Akzeptanz bei den Menschen zu erreichen, Ängste abzubauen und sich untereinander zu vernetzen. „Es geht nicht primär darum, neue Angebote zu schaffen, sondern die vorhandenen Angebote sichtbar und erreichbar zu machen.“ Brigitta Neumann merkte nach der Runde auch an, dass Netzwerktreffen dieser Art mit so vielen Fachleuten aus Pflege, Beratungsstellen, Seniorenbeiräten und Kommunen bisher im Land Brandenburg leider noch nicht in ausreichendem Maße stattfinden. „Diese Interessengruppen an einen Tisch zu bekommen, verlangt Diplomatie und Kraft.“ Diese Kraft investiert seit November 2015 Heike Preuß im Namen der Johanniter. Sie ist Koordinatorin des „Dialog Demenz“ und bestrebt, diese kommunalen Vernetzungsstrukturen zu festigen und weiter auszubauen. Heike Preuß bedankte sich im Namen der Johanniter bei Anne-Kathrin Herrmann und Brigitta Neumann mit einem Blumengruß und natürlich bei der Stadt Erkner für die Bereitstellung der Räumlichkeiten. Die nächste Runde wird im April 2017 in Woltersdorf stattfinden.

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