Viel Trinken, Leichte Mahlzeiten & Abkühlung 

Für den Körper sind die heißen Temperaturen eine extreme Belastung. Herz und Kreislauf müssen zusätzliche Arbeit leisten, um sich vor Überhitzung zu schützen. Dr. med. Paavo Beth, Oberarzt in der Zentralen Notaufnahme im Helios Klinikum Bad Saarow, gibt einfache Tipps, um der Hitze zu trotzen und den Sommer in vollen Zügen zu genießen. Für medizinische Notfälle ist die Zentrale Notaufnahme im Klinikum auf die Behandlung jeglicher Erkrankungen und Verletzungen aller Altersgruppen spezialisiert.

Trinken Sie reichlich
Besonders an heißen Tagen versucht der Körper sich durch Schwitzen zu kühlen. Dabei können schnell mehrere Liter Flüssigkeit verloren gehen. „Beim Schwitzen verlieren wir viele wichtige Salze, Magnesium und andere Elektrolyte. Wird der Flüssigkeitshaushalt nicht ausgeglichen, können Müdigkeit, Schwindel, Herzrhythmusstörungen, Muskelkrämpfe und Schüttelfrost auftreten. Gerade wenn die Temperaturen enorm ansteigen, ist es wichtig viel zu trinken.

Dabei können bis zu drei Liter an sehr warmen Tagen sinnvoll sein. Die idealen Durstlöscher sind Wasser, Tees sowie verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Zum Abkühlen nicht geeignet sind alkoholische oder koffeinhaltige Getränke, denn diese begünstigen Kreislaufprobleme. Außerdem sollten die Getränke lauwarm sein, denn eiskalte Getränke lassen unseren Körper bei heißen Temperaturen zusätzliche Wärme produzieren.

Guter Schlaf trotz Hitze
Am besten hilft das Schlafzimmer so kühl wie möglich zu halten: Tagsüber abdunkeln und die Fenster schließen und vor dem Schlafengehen gut lüften oder sogar das Fenster über Nacht offenlassen. Auch kann vor dem Schlafengehen eine kurze Dusche mit lauwarmem Wasser angenehm sein.

Leichte Mahlzeiten für mehr Wohlbefinden
Wenn Sie im Sommer bei höheren Temperaturen weniger Appetit verspüren, hören Sie ganz einfach auf ihren Körper hören. Ziehen Sie jetzt Obst und Gemüse verstärkt einem fettreichen Essen vor und bevorzugen Sie eher kleinere Mahlzeiten. Auf schwer verdauliche Mahlzeiten sollte nach 18 Uhr verzichtet werden, da sich ein voller Magen unangenehm auf die Nachtruhe auswirkt.  Überkommt Sie am Abend doch noch einmal der Hunger, können Sie ihn mit leichten Speisen wie Fisch, Reis oder Gemüse stillen.

Tipps zum Umgang mit der Sonne
Zu viel Sonnenbestrahlung kann sich schnell negativ auswirken. Manche Folgen treten in Form eines Sonnenbrandes direkt nach dem Sonnenbad auf. Andere machen sich oft erst Jahre später bemerkbar, etwa durch vorzeitige Hautalterung oder sogar durch eine Hautkrebserkrankung. Daher halten Sie sich lieber im Schatten auf und meiden Sie nach Möglichkeit die direkte Sonneneinstrahlung zwischen 11und 15 Uhr. Tragen Sie am besten helle und locker sitzende Kleidung, sowie eine Kopfbedeckung mit breiter Krempe. Verwenden Sie Sonnencremes mit einem hohen Lichtschutzfaktor und cremen Sie mehrmals täglich alle Hautpartien großzügig ein, denn keine Sonnencreme hält alle UV-Strahlen den ganzen Tag über ab. Nach dem Baden ist ein Nachcremen unbedingt notwendig, selbst wenn „wasserfest“ auf der Packung steht. Schützen Sie zudem Ihre Augen durch eine Sonnenbrille. Auch an wolkigen Sommertagen gilt, Sonnenschutz nicht vergessen!

Abkühlung beim Baden
Baden ist bei den warmen Temperaturen eine gelungene Erfrischung. Man sollte darauf achten, den erhitzten Körper vorsichtig an das kalte Wasser zu gewöhnen. Es empfiehlt sich, zunächst Hände und Füße ins Wasser zu halten. Dann erst sollte der restliche Körper folgen. Im schlimmsten Fall droht sonst ein Herzinfarkt.

Was tun beim Sonnenstich?
Der Sonnenstich entsteht infolge einer lang andauernden direkten Sonneneinstrahlung auf den Kopf und Nackenbereich. Oft beginnt er mit Kopfschmerzen, Übelkeit und einem roten und heißen Kopf. Betroffenen ist schwindlig, sie verspüren oft eine innere Unruhe und haben gegebenenfalls einen steifen Nacken. Die Symptome treten meist erst einige Stunden nach dem Aufenthalt in der Sonne auf.

Es ist wichtig, den Betroffenen schnell in den Schatten zu bringen. Kalte Tücher helfen, die Körpertemperatur herunter zu kühlen. Zudem sollte man ausreichend Flüssigkeit zuführen. Bei einem Sonnenstich oder Kollaps sollte auch immer ein Notruf (112) abgesetzt werden.

Wir sind für Sie da!
Die Zentrale Notaufnahme im Helios Klinikum Bad Saarow ist Anlaufpunkt für alle medizinischen Notfälle. Jährlich werden über 25.000 Patienten aller Altersgruppen mit akuten Erkrankungen und Unfallverletzungen bis hin zu lebensbedrohlichen Situationen jeglicher Art versorgt. Den Patienten stehen in modern ausgestatteten Räumen ein erfahrenes Team aus Ärzten verschiedener Fachrichtungen und qualifiziertem Pflegepersonal rund um die Uhr zur Verfügung.

Bildunterschrift:
Dr. med. Paavo Beth vor dem Eingang der Zentralen Notaufnahme. Dort werden jährlich über 25.000 Patienten aller Altersgruppen behandelt.

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