Diagnostische und therapeutische Besonderheiten bei einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit

    Menschen mit einer Diabeteserkrankung haben ein stark erhöhtes Risiko, arterielle Durchblutungsstörungen an den unteren Extremitäten zu entwickeln, die zu einer Minderversorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen führen. Welche diagnostischen und therapeutischen Besonderheiten das Diabetische Fußsyndrom bei einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) hat, das erklären die beiden Gefäßmediziner Dr. med. Walid Ibrahim und Pawel Kmieciak bei der kommenden Mittwochsvorlesung des Helios Klinikums Bad Saarow am 19. Februar, um 17 Uhr im Konferenzraum „Theodor Fontane“.

    Die Wahrscheinlichkeit für Diabetespatienten, an einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (paVK) zu erkranken, steigt mit dem Alter. „Etwa 29 Prozent der Diabetes-Patienten, die über 60 Jahre alt sind, erkranken an einer pAVK. Ursache sind Gefäßverengungen in den Beinen. Die Ablagerungen an den Wänden der Arterien können die Gefäße sogar komplett verschließen. Wird die Erkrankung nicht behandelt, kommt es zu fortschreitenden und schweren Gewebeschäden, an deren Ende sogar die Amputation drohen kann“, erklärt der Gefäßchirurg Dr. med. Walid Ibrahim, Leitender Oberarzt der Gefäßchirurgie.

    Viele ältere Menschen kennen die Symptome der sogenannten „Schaufensterkrankheit“: Die Schmerzen und das Ziehen in den Beinen zwingen schon nach wenigen hundert Metern Wegstrecke zum Stehenbleiben. Mit der Zeit werden diese Pausen häufiger und die bewältigte Gehstrecke immer kürzer. Nicht selten wird der Arztbesuch so lange verschoben, bis das Laufen nur noch schlecht möglich ist.

    „Dabei ist eine rechtzeitige Diagnose einer pAVK insbesondere bei Patienten mit Diabetes von größter Bedeutung“, betont Pawel Kmieciak, Oberarzt der Angiologie. „Nur, wenn die paVK frühzeitig erkannt wird, können wir gemeinsam wirkungsvolle Strategien einsetzen, die das Leben der Patienten verlängern und sie vor schädigenden Ereignissen schützen“, fügt er hinzu. „Studien zeigen, dass durch eine optimale Blutzuckerstoffwechsellage, durch regelmäßige Blutdruckkontrollen und eine entsprechende Medikation das Risiko für ein Fortschreiten der pAVK, ebenso wie das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und Amputationen reduziert werden können“, so der Oberarzt.

    Fachübergreifend betreut im Helios Klinikum Bad Saarow ein Team aus Spezialisten Patienten mit Diabetes und Fußwunden. Ihr Ziel ist es, eine Verschlimmerung der Fußwunden und eine drohende Amputation an Zehe oder Fuß zu verhindern.

    Wer mehr zu dem Thema erfahren möchte, ist herzlich zur Mittwochsvorlesung eingeladen. Im Anschluss stehen die Referenten auch für individuelle Fragen zur Verfügung. Parkplätze sind für die Teilnehmer kostenfrei, Parkchips können im Anschluss an die Veranstaltung bei den Empfangsmitarbeitern entwertet werden. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei erreichbar.

    Teile diesen Beitrag
    error: Der Inhalt ist geschützt!
    Copy Protected by Chetan's WP-Copyprotect.
    X