Neue Untersuchungsmethode für Tumordiagnostik in HELIOS Kliniken Bad Saarow & Berlin-Buch

Die schnellere Diagnose erspart den Patienten zusätzliche Untersuchungen. Das neue bildgebende Verfahren ist in vielen medizinischen Fachbereichen einsetzbar. Die HELIOS Kliniken Bad Saarow und Berlin-Buch setzen seit März ein verbessertes bildgebendes Verfahren ein: An jedem der beiden Standorte gibt es nun ein SPECT/CT der neuesten Generation. Die sogenannte Single Photon Emission Computed Tomography (SPECT) ist eine nuklearmedizinische Untersuchungsmethode. Mit ihr können Ärzte funktionelle Untersuchungen durchführen und u.a. die Stoffwechselaktivität in Organen wie Herz, Gehirn und Knochen beurteilen. Wichtiger Einsatzbereich ist die Diagnostik von Tumoren, die spezielle Substanzen anreichern, z.B. leicht radioaktives Jod bei Schilddrüsentumoren. Die Strukturen von Organen und Gewebe lassen sich hingegen wesentlich besser mit der Computertomografie (CT) darstellen. Eine Kombination der beiden Geräte kommt jetzt erstmals in den HELIOS Kliniken Bad Saarow und Berlin- Buch zum Einsatz.
Das SPECT-System registriert die radioaktiven Stoffe, die dem Patienten injiziert werden und wandelt die gewonnenen Daten in eine bildliche Darstellung um, das sogenannte Szintigramm. Die gesammelten Informationen werden in einem Computer zu funktionellen SPECT-Bildern umgerechnet und mit den ergänzend aufgenommenen, anatomischen CT-Bildern überlagert und verglichen. „Diese Fusionsbilder ermöglichen es, die Stoffwechselaktivitäten den anatomischen Strukturen genauer zuzuordnen. Der Patient erhält somit nach einer einzigen Untersuchung Aussagen über Funktionsstörungen oder Tumorabsiedelungen im Körper und deren genaue dreidimensionale anatomische Lokalisierung“, erklärt Prof. Dr. med. Stefan Dresel, Chefarzt der Kliniken für Nuklearmedizin in den HELIOS Kliniken Bad Saarow sowie Berlin-Buch und Leiter des Bucher Tumorzentrums. Davon profitieren sowohl der Patient als auch der behandelnde Arzt. Eine schnellere Diagnose erspart dem Patienten in aller Regel eine weitere Untersuchung mit erneuter Wartezeit und oft quälender Ungewissheit; der behandelnde Arzt hat damit maximale Sicherheit bei der Therapieempfehlung. Das neue bildgebende Verfahren liefert wichtige Informationen für die Therapieplanung in vielen medizinischen Bereichen, wie zum Beispiel in der Onkologie, der Inneren Medizin und der Chirurgie. Das SPECT/CT ergänzt an beiden Kliniken die hochmoderne nuklearmedizinische Untersuchungstechnik und insbesondere das PET/CT, das aus der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und der Computertomographie (CT) besteht. Dieses Gerät nutzt Positronen und liefert im Rahmen einer einzigen Untersuchung sowohl präzise Informationen zu Stoffwechselfunktionen als auch zur Anatomie eines Tumors. Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) erkennt hierbei das Krebsgewebe aufgrund eines gesteigerten Zucker- oder Eiweiß-Stoffwechsels der kranken Zellen oder bindet an spezielle Oberflächenstrukturen. Die Computertomographie (CT) zeichnet eine genaue anatomische 3D-Landkarte des Körpers.

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