Gesundheitsämter benötigen mehr qualifizierte Fachkräfte

    Wenn in einer Kita Masern auftreten oder in einer Schule jemand an Windpocken erkrankt, dann kümmern sich die Gesundheitsämter darum, dass sich Infektionskrankheiten nicht weiter ausbreiten. Können wir im Sommer unbeschwert im Badesee schwimmen? Die Wasserqualität kontrollieren die Gesundheitsämter. Funktioniert die Hygiene in Krankenhäusern? Das überprüfen die Gesundheitsämter. Kann ein Kind eingeschult werden? Das prüfen die Gesundheitsämter bei der Schuleingangsuntersuchung. Die Arbeit der Gesundheitsämter ist vielfältig und für die Gesundheit der Bevölkerung von sehr großer Bedeutung. Während die Anforderungen steigen, wird es immer schwieriger, medizinisches Fachpersonal für den Öffentlichen Gesundheitsdienst zu finden.

    Die Gesundheitsämter sind eine zentrale Säule für den Schutz der Bevölkerung. „Wir brauchen mehr qualifizierte Fachkräfte im Öffentlichen Gesundheitsdienst. Mit dem Beitritt zur Akademie haben wir die Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten im Öffentlichen Gesundheitsdienst verbessern können. Außerdem haben wir mit dem neuen Landeshaushalt drei Weiterbildungsstellen im Landesgesundheitsamt geschaffen. Aber die Personalausstattung in den Gesundheitsämtern ist für die steigende Vielzahl der Aufgaben nicht ausreichend. Die Gewinnung von ärztlichem Nachwuchs wird aber immer schwieriger. Das Land setzt sich für eine bessere Vergütung ein. Darüber hinaus müssen wir noch stärker für das Berufsbild in der Öffentlichkeit und besonders bei Medizinstudenten werben“, so die Gesundheitsministerin des Landes Brandenburg, Susanna Karawanskij.

    Der Öffentliche Gesundheitsdienst ist neben der ambulanten und stationären Versorgung ein zentraler Bereich des Gesundheitswesens und nimmt bevölkerungsmedizinische Aufgaben in den Bereichen Gesundheitsvorsorge, Gesundheitsförderung, Krankheitsverhütung und Schaffung gesunder Lebensbedingungen wahr. Die gesetzliche Grundlage bildet das Gesetz über den Öffentlichen Gesundheitsdienst im Land Brandenburg vom 23. April 2008. Die Aufgaben werden im Land Brandenburg wahrgenommen von den 18 kommunalen Gesundheitsämtern der Landkreise und kreisfreien Städte, dem Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit sowie dem Gesundheitsministerium.

    Schwerpunkte sind die Gefahrenabwehr (Infektionsschutz, Hygiene, Umweltbezogener Gesundheitsschutz), der Schutz der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen (Kinder- und Jugendgesundheitsdienst, Zahnärztlicher Dienst), die Betreuung psychisch Kranker und abhängigkeitskranker Menschen sowie die Vermittlung und Koordinierung von gesundheitlichen Leistungen und Angeboten.

    Als Vorsitzland der 86. Gesundheitsministerkonferenz 2013 (GMK) hat Brandenburg gemeinsam mit den anderen Ländern die Stärkung des Öffentliche Gesundheitsdienst zum Schwerpunktthema gemacht. Die Länder haben den Beschluss gefasst, dass Fachpersonal in angemessener Größenordnung im Öffentlichen Gesundheitsdienst vorhanden sein muss, um eine Aufgabenwahrnehmung in der vom Gesetz vorgesehenen Qualität und Quantität zu realisieren. Seither wird die Thematik kontinuierlich weiterverfolgt.

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