Kopfschmerzen

Kopfschmerzen, vor allem chronisch auftretende, können die Gesundheit und das Leben der Betroffenen mitunter schwer beeinflussen und belasten. Dabei ist Kopfschmerz nicht gleich Kopfschmerz – über 200 verschiedene Arten unterscheiden die Fachleute. Um die unterschiedlichen Ursachen,  Diagnosen und Therapien von Kopfschmerzen geht es bei der nächsten Sonntagsvorlesung, am 22. Mai, um 10 Uhr. Dr. med. Torsten Klein, Oberarzt in der Klinik für Neurologie im HELIOS Klinikum Bad Saarow, referiert über das umfassende Thema und steht anschließend für individuelle Fragen gerne zur Verfügung. „Über 90 Prozent aller Kopfschmerzen, die Patienten zum Arzt führen, gehören zu den primären Kopfschmerzen. Beispiele für primäre Kopfschmerzerkrankungen sind unter vielen anderen Formen: Migräne, Spannungs- oder Clusterkopfschmerzen“, erläutert Oberarzt Dr. med. Torsten Klein. Diese primären Kopfschmerzen gehen auf keine erkennbare Ursache zurück und sind selbst die Krankheit. Im Gegensatz dazu treten sekundäre Kopfschmerzen aufgrund einer anderen Störung auf – sie sind ein Warnsignal dafür, dass etwas im Körper nicht in Ordnung ist. „Harmlos sind zumeist erträgliche und kurze Kopfschmerzen, die selten auftreten. Hier helfen Hausmittel oder leichte Schmerzmedikamente“, so der Neurologe. Zu einem Arztbesuch rät Dr. med. Torsten Klein bei starken und plötzlich eintretenden Kopfschmerzen, die in Verbindung mit anderen Symptomen wie einer gestörten Wahrnehmung oder motorischen Ausfällen stehen. „Sie können ein Alarmzeichen für einen akuten, lebensbedrohenden Vorgang im Gehirn sein“, fügt er hinzu. Denn je früher mit der Behandlung von Kopfschmerzen begonnen werde, desto besser – das gilt sowohl für den Arztbesuch als auch die Eigenbehandlung bei leichten, vorübergehenden Schmerzen, so der Oberarzt. Für eine spezialisierte Therapie chronischer, neurologischer Erkrankungen eröffnete das HELIOS Klinikum Bad Saarow im Oktober 2013 eine zweite neurologische Station mit 22 Betten. Auf der Spezialstation werden insbesondere Patienten mit chronischen Schmerzen, Parkinsonerkrankungen und Gedächtnisstörungen betreut. Neben einer gesamtheitlichen Betrachtung der Erkrankung werden spezielle medikamentöse Schmerztherapien, intensive physiotherapeutische Betreuungen, moderne Verfahren der psychologischen Schmerztherapie, Biofeedback sowie Entspannungsverfahren angeboten. Der Manualtherapie, die von ausgewiesenen Ärzten eingesetzt wird, kommt außerdem eine besondere Rolle zu. Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung nicht erforderlich.

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