MS-Erzählcafés lädt ins Helios Klinikum

    Im Rahmen des MS-Erzählcafés lädt das Helios Klinikum zusammen mit der Storkower Selbsthilfegruppe für Multiple Sklerose „Flotte Bienen 2“ am 27. November, um 15:30 Uhr zu einer großen Informationsveranstaltung in den Konferenzraum „Theodor Fontane“. Dabei geht es um das Thema Sprech- und Schluckstörungen. Referentin ist Logopädin Katja Grundemann.

    Man nennt sie die Krankheit mit den vielen Gesichtern: Multiple Sklerose (MS). Betroffen ist das zentrale Nervensystem. Da MS verschiedenste neurologische Symptome auslösen kann, sehen die Krankheitsgeschichten oft sehr unterschiedlich aus. Das gilt auch für den zeitlichen Verlauf sowie die Schwere und Ausprägung der Beschwerden.

    Sprech- und Schluckstörungen sind eine von vielen Symptome. Sie beruhen auf der gestörten Koordination der verschiedenen zum Sprechen benötigten Muskeln und Organe. Sie reichen von „kaum wahrnehmbar“ bis zur kompletten Unverständlichkeit. Gekennzeichnet sind sie durch gestörte Regelung der Lautstärke, Tonhöhe und Sprechgeschwindigkeit, eine raue Stimme oder Artikulations- und Betonungsschwierigkeiten. In frühen Phasen der MS treten Sprechstörungen selten auf, werden aber im späteren Verlauf häufiger. Öfter sind sie dann kombiniert mit Schluckstörungen.

    „Wir Logopäden können den MS-Betroffenen helfen“, sagt Katja Grundemann. Wir üben eine bessere Wahrnehmung von Bewegungsvorgängen beim Sprechen und ein langsames Sprechtempo. Außerdem zeigen wir den Patienten, wie man den Stimmton besser kontrollieren und steuern kann“, erläutert sie. Reicht dieses Training nicht aus, können auch technische Hilfen versucht werden: zum Beispiel ein Metronom zur Vorgabe des Sprechtempos oder ein Sprachverzögerer, der zeitversetzt die eigene Sprache wiedergibt und ebenfalls zum kontrollierten Sprechen anhält.

    Ist Sprechen überhaupt nicht mehr möglich, wird in der Logopädie die Kommunikation mittels Buchstabentafeln oder Computern mit Sprachausgabe intensiv trainiert. In der Schlucktherapie werden Bewegungen der Rachen- und Kehlkopfmuskeln geübt und eine optimale Kopf- und Körperhaltung ebenso trainiert wie langsames bewusstes Essen.

    Seit vier Jahren trifft sich die Storkower Selbsthilfegruppe „Die Flotten Bienen 2“ regelmäßig an jedem vierten Mittwoch im Monat um 15:30 Uhr im Besprechungsraum der Klinik für Neurologie (Haus K, 1. OG) im Helios Klinikum Bad Saarow. „Zweimal im Jahr – so auch am 27. November – gibt es eine große Informationsveranstaltung mit Experten-Vorträgen, zu denen alle Interessierten herzlich eingeladen sind“, erklärt Sabine Schiller, die die Selbsthilfegruppe gegründet hat und sich seitdem um die regelmäßigen Treffen kümmert.

    Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, der Referentin Fragen zu stellen. Parkplätze sind für die Teilnehmer kostenfrei, Parkchips können im Anschluss an die Veranstaltung beim Empfang entwertet werden. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei erreichbar. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung nicht erforderlich.

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