Umgang mit Kreuzkräutern

Was bei den einen Frühlingsgefühle weckt, bedeutet für andere das Läuten der Alarmglocke: Die zahlreichen gelb blühenden Pflanzen auf Brandenburgs Wiesen und Weiden und am Wegesrand gehören oft zur Gattung der Kreuzkräuter. Die können manchmal zum Problem werden. Mit der aktuellen Publikation „Umgang mit Kreuzkräutern“ informiert das Brandenburger Agrar- und Umweltministerium in seiner Pflanzenschutz-Reihe über das Auftreten von Kreuzkräutern und über Wege, um deren Verbreitung einzuschränken. In Brandenburg kommen etwa 12 Kreuzkrautarten vor, von denen die meisten als heimisch gelten. Zu nennen sind hier besonders das Jakobskreuzkraut, das Frühlingskreuzkraut, das Schmalblättrige Kreuzkraut und das Gemeine Kreuzkraut. Auf Wiesen und Weiden können die Kreuzkräuter aufgrund ihrer toxischen Inhaltsstoffe zum Problem werden. Besonders sensibel reagieren Pferde, gefolgt von Rindern, während Ziegen und Schafe größere Giftmengen tolerieren. Auch für Menschen kann die Aufnahme von den in Kreuzkräutern enthaltenen Pyrrolizidinalkaloiden gesundheitsschädigend sein. Mögliche Aufnahmequellen sind Kräutertees, aber auch Honig. Auf der anderen Seite haben gerade Kreuzkräuter eine große Bedeutung für den Erhalt der Artenvielfalt: Die heimischen Kreuzkräuter sind für eine Vielzahl von Insekten Futterpflanze beziehungsweise Pollenspender. So leben etwa 170 Arten auf und vom Jakobskreuzkraut, beispielsweise der Blutbär, ein Nachtfalter, dessen Larven sich von den Blättern dieser Pflanze ernähren. Publikationsliste des Agrar- und Umweltministeriums bestellt beziehungsweise auch direkt heruntergeladen werden: www.mlul.brandenburg.de.

error: Der Inhalt ist geschützt!
X