Eine Frau geht ihren Weg

Kathleen Gruno & „Caramelle è fiori“ sind eins. Kathleen ist ein Stehaufmännchen, sie beschreibt sich als Kämpferin mit Höhen, aber eben auch mit Tiefen, aus denen sie sich wie Phönix aus der Asche wieder erhoben hat. Sich immer wieder neu erfinden, Trends aufgreifen und ins Geschehen mit einweben. Gelernt hat sie das schon so früh wie wohl kein anderer – mit drei Jahren.

Ihre ersten Schritte machte sie bei der Tanzschule Gertitschke, die einst Ballettunterricht angeboten hatte. Das habe ihr viel Spaß gemacht, denn zu dieser Zeit gab es an der Tanzschule einen begnadeten Balletttanzlehrer, der mit Geduld und Einfühlungsvermögen viel bei den Kids bewegte. Ballett war natürlich nicht alles und so ging sie dann zum Tanzkreis Fürstenwalde, zu Hannelore Holze. Da habe sie sich weiterentwickeln können und viel gelernt, was sie dann später gut verwenden konnte. Die Wende kam und bescherte nun plötzlich viele Möglichkeiten, die in dieser Vielfalt so vorher nicht da gewesen sind. Karla Kuhn, die ebenfalls mit Kindern tanzte und Choreografien erarbeitete, war auf dem Gebiet des Showtanzes ziemlich erfolgreich. Kathleen trat den „Skyelights“ bei und war fortan bei allen großen und etwas größeren Showprogrammen in der Region mit den Mädels und ihrem Know-how gefragt. Das habe sie geformt, das Verhältnis zu ihren Tanzfreundinnen sei vom Respekt vor ihrem Können getragen worden.

Die vielen Tanzübungen mit den choreografischen Raffinessen waren oftmals schon recht schwer, aber wenn man etwas werden will, muss man nun einmal die Zähne zusammenbeißen. Das ist für sie auch in ihrem weiteren Leben immer eine Maxime gewesen, genauso wie in ihrer Ausbildung zur Krankenschwester. Dann folgte 1999 der langgehegte Entschluss, sich mit einer eigenen Tanzschule selbständig zu machen. Doch zuvor war sie in der Kulturfabrik Fürstenwalde angesprochen worden, von Karin Weber, die im Frauenladen war und gern etwas für und mit Kindern machen wollte, gern mit professioneller Unterstützung. Kathleens forscher Geist war geweckt. 10 Kinder fühlten sich gut aufgehoben und begeistert, insgesamt kamen 25 Kinder im Alter zwischen 8 und 16 Jahren in der Kufa zusammen, die dann gemeinsam bei Events auftraten. Weitere Tanzkurse kamen hinzu, im Auftrage der Kufa.

Der Erfolg bestärkte sie in ihrem Ansinnen, nun doch den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen. Sie zog mit ihrer Showformation in die Trebuser Straße, in das alte Gesundheitszentrum auf zwei Etagen. Mit der Zeit und ihren Unternehmungen wuchs „Caramelle è fiori“. Um bekannter zu werden und das Unternehmen weiter zu entwickeln, besuchte Kathleen die Kitas und gab Tanzkurse. Von Fürstenwalde bis nach Pilgram war sie unterwegs, das habe sie sehr stolz gemacht, denn im Umkehrschluss kamen zunehmend Aufträge für Tanzdarbietungen bei verschiedenen Events. Das war auch eine Bestätigung des Könnens der Kinder, die sich dann dem Tanzen noch mehr widmeten. Durch ihre Ausbildung im medizinischen Bereich hat sie die Kinder unter bestimmten Voraussetzungen unterrichtet, immer mit dem Augenmerk auf die Gesundheit und Muskelaufbau.

Die Ideen zu ihren Choreografien im Zusammenhang mit den Kostümen holt sie sich bei ihren ausgelassenen Spaziergängen durch die Natur mit Hund „Lupo“.  Dabei würde ihr sehr viel einfallen, vom Nachmachen hält sie nichts. „Caramelle è fiori“ und ihre Tänzer haben mit neuen Ideen viele verschiedene Tanzstile salonfähig gemacht. Bollywood oder auch Hip-Hop seien super angekommen. Sie hätte sich gewünscht, mit den anderen Tanzschulen ein Event auf die Beine zu stellen, leider hätte es an der Kommunikation gehapert. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Und nun sind 20 Jahre ins Land gegangen, man will feiern!

Die große „20 Jahre Party“ findet mit vielen Freunden und Weggefährten am 15. Juni, ab 13 Uhr im Heimattiergarten Fürstenwalde statt. Alle sind herzlich eingeladen.

Besonderes Fest – besondere Gäste feiern mit und sind Teil des Programms: Amira, Bernd Breitag, Clown Loulu und viele andere haben ihr Kommen schon zugesagt. Alle Einnahmen des Tages werden dem Heimattiergarten gespendet.

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