Dankesrede des Bürgermeisters Jochen Kirsch

Ein schönes Heimatfestwochenende mit viel Sonnenschein und zahlreichen Programmhöhepunkten liegt hinter uns. Gemeinsam mit Freunden aus unserer polnischen Partnergemeinde Gołuchów haben wir das 15-jährige Partnerschaftsjubiläum gefeiert und als Symbol für die Stärke und Beständigkeit unserer Partnerschaft einen jungen Eichenbaum in den Rathauspark gepflanzt. Unsere polnischen Freunde haben sich bei uns sehr wohl gefühlt und freuen sich schon auf weitere geplante Begegnungen in Erkner und Gołuchów. Ich möchte an dieser Stelle allen Akteuren herzlich danken, die uns bei der Betreuung unserer polnischen Gäste so fleißig unterstützt haben. Ebenso möchte ich allen Akteuren aus den Vereinen, Einrichtungen und Unternehmen unserer Stadt danken, die mit ihrem Engagement auch das vergangene Heimatfest wieder maßgeblich mitgestaltet haben. Die Anlandung des „Fischer Hans“, der Festumzug, das Vereinsprogramm auf der Hauptbühne, das Kinderfest und – in diesem Jahr neu – der Kunstmarkt und der Frühsport im Rathauspark sind Programmpunkte, die es ohne ehrenamtliches Engagement so nicht geben würde. Und nicht zuletzt gilt mein Dank auch wieder den vielen Sponsoren und Spendern, die unser Fest mit Geld oder mit Sachspenden unterstützt haben. Ein besonders großes Dankeschön geht dabei an die Wohnungsgesellschaft Erkner, die Hauptsponsorin des Heimatfestes. Ich freue mich schon auf das 25. Heimatfest im nächsten Jahr!

Jochen Kirsch
Bürgermeister Erkner

Was ist Heimat? In Erkner hat man da eine einfache Antwort: Man gehe zum alljährlichen Heimatfest und schon hat man einen kleinen Einblick in die Heimat Erkner. Der Moderator des Heimatfestes, Michael Ehrenteit, hat am Samstag sehr oft daran erinnert, dass gerade das Erkneraner Heimatfest sehr viel Heimat im Programm hat. Dem ist eigentlich nicht viel hinzuzufügen. Aber fangen wir mal am Donnerstag vor dem Heimatfest an. Warum Donnerstag? Ganz einfach, da war das Fernsehen (RBB) im Rathauspark Erkner und hat eine Stunde lang gezeigt, was Erkner so zu bieten hat. Es wurde ein kleiner  Ausblick gegeben auf unser schönes Heimatfest, welches ja offiziell am Freitag begonnen hat. Wenn ich als Stadtschreiber da so auf die lange Geschichte unserer Stadt zurückblicke, dann kann ich nur sagen: Mensch, hier hat sich eine Menge entwickelt! Aus dem kleinen Dorf Arckenow ist die schöne Stadt Erkner geworden. Aber zurück zum 24. Heimatfest: In diesem Jahr wurde u.a. die 15-jährige Partnerschaft mit der polnischen Partnergemeinde Goluchow gefeiert und die polnischen Delegation brachte dafür  das Tanz- und Gesangsensemble TURSKO mit. Manchmal frage ich mich: Wo ist da unsere schöne alte deutsche Volksmusik geblieben? Bei den polnischen Gästen sah man in dem Ensemble ganz viele junge Leute. Sie zeigten auch  bei der offiziellen Eröffnung am Freitag ihr Können. Und das dann auch noch am Samstag und Sonntag. Aber zurück zum Thema Heimat. Als ich der Dame vom RBB erzählte, dass in Erkner in jedem Jahr ein Festumzug mit historischen Kostümen und vielen Vereinen stattfindet, war sie sehr erstaunt, denn woanders werden solche Umzüge nur zu bestimmten Jubiläen durchgeführt. Aber das ist eben das Besondere am Erkneraner Heimatfest. Hier wird nicht nur über die Geschichte erzählt, sondern diese auch gezeigt. Natürlich gibt es da auch Leute, die sagen, es ist doch immer das Gleiche zum Heimatfest, sprich Festumzug, Festprogramm usw. Ja, aber das ist doch auch gut so! Zu einer Heimat gehört nun mal Tradition. Tradition ist auch, wenn der Stadtschreiber in seinem Fahrzeug (in diesem Jahr ein Wahnsinns-Cabrio vom Autohaus Erkner) eine zu ehrende Person mitnimmt. In diesem Jahr konnte diese zu ehrende Person, nämlich Wilma Otto, leider nicht mitfahren. Dafür schnappte ich mir ganz spontan zwei junge Mitglieder des polnischen Tanzensembles und schon ging die Fahrt los. Das war dann sozusagen die erste zweisprachige Fahrt des Stadtschreibers. Meine Mitfahrerin begrüßte die vielen Zuschauer nämlich auch auf Polnisch. Die Geschichte der Stadt Erkner wurden dann wie immer beim Festumzug anhand der vielen schönen Bilder erzählt, so wie in jedem Jahr. Traditionell gab es dann das historische Bild auf der Bühne mit kurzer geschichtlicher Erläuterung der historischen Figuren, die mit auf die Bühne genommen wurden. Vielen Dank an den Orts-chronisten Frank Retzlaff, der eine wandelndes Geschichtslexikon ist! Der Bürgermeister der polnischen Partnergemeinde Goluchow ließ es sich nicht nehmen, eine Begrüßungsrede auf Deutsch zu halten. Heimat beim Heimatfest heißt dann natürlich auch die Prämierung für den Mal- und Zeichenwettbewerb. Anschließend fand dann das traditionelle Festprogramm der Vereine statt. Man, wie doch die Zeit vergeht! Immerhin gab es dieses Festprogramm nun schon zum 17. Mal! Zum Auftakt stand diesmal das polnische  Tanz- und Gesangsensemble TURSKO auf der Bühne und dann ging es wieder Schlag auf Schlag. Während dieser knapp drei Stunden standen immer ganz viele Zuschauer vor der Bühne, um die vielen Künstler der Vereine zu sehen. Als Stadtschreiber habe ich mir natürlich alle genau aufgeschrieben: Tanzgruppe Kolibiri, Modenschau von Street One, Tanzgruppe Unique, Ballettschule Balancé, Evangelische Kirchengemeinde mit dem Glockenläuten, Karnevalsverein EWG und der Athletik Park Sportstudio Erkner. Was in diesem Jahr sehr viel Zuspruch fand, war der Kunstmarkt im Rathauspark Erkner. Das gesamte Ambiente mit Bühne usw. wurde neu gestaltet und so konnte man es sich z.B. sogar auf Liegestühlen bei der Wohnungsgesellschaft Erkner wohlergehen lassen. Ich bin mir sicher, das mit dem Rathauspark war in diesem Jahr nur der Anfang und wird bestimmt weiter ausgebaut. Der Sonntag wurde sportlich im Rathauspark eingeläutet, sprich der Athletik Park gab richtig Gas bei „Erkner erwacht sportlich“. Tolle Idee, die auch zur Tradition werden könnte. Und zum Kinderfest, das auch von vielen Vereinen mitgestaltet wurde, kamen ganz viele Familien. Bei Wikipedia habe ich gelesen, dass nach Gerhard Handschuh der Begriff Heimat vier Dimensionen aufweist: eine räumliche Dimension, eine Zeit-Dimension, eine soziale Dimension und eine kulturelle Dimension. Für Erkner gilt somit: Heimatfest Erkner, das ist Heimat! Auf der Hauptstraße und im Rathauspark wurde gefeiert, das alles drei Tage lang, für jeden war etwas dabei und Kultur wurde jede Menge geboten. Als Stadtschreiber halte ich in meinem Geschichtsbuch fest: Es war ein sehr schönes Fest mit ganz viel Heimat! Gehabt Euch wohl!

Euer Stadtschreiber
Godehard von der Waterstradt

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