Kulturelle Entdeckungsreisen fördern Verständnis und Toleranz

    Das Filmfestival Cottbus ist einzigartig, kein anderes Festival in Brandenburg hat eine so starke internationale Strahlkraft. Das liegt natürlich an der internationalen Ausrichtung, aber ebenso an der hohen Qualität und Aktualität der Filmauswahl und am enormen Programmumfang. Zugleich ist das Festival auch regional stark verankert. Die sorbische Bevölkerung in der Lausitz beteiligt sich am Filmfest, zahlreiche regionale Firmen und Organisationen unterstützen es. Das sagte Hendrik Fischer, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, bei der Eröffnungsfeier des Festivals im Staatstheater Cottbus.

    Das „Filmfestival Cottbus – Festival des osteuropäischen Films“, das vom 6. bis 11. November seine 28. Auflage erlebt, bietet auch in diesem Jahr wieder einen eindrucksvollen Überblick über die aktuellen Filmproduktionen Osteuropas. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erwarten 220 Filme aus 45 (Ko)Produktions­ländern, davon allein 23 im Wettbewerb Spielfilm. „Die Filme belegen die kulturelle Vielfalt Osteuropas, hinterfragen einseitige Geschichtsbilder und machen neugierig auf andere Sichtweisen“, betonte Staatssekretär Fischer.

    Neben Georgien und der Ukraine wird in diesem Jahr auch die Region Schlesien ein Schwerpunkt des Festivals sein. „Das freut mich besonders. Polen als unser Nachbarland und Niederschlesien als unsere Nachbarregion sind ganz wichtige Partner für das Land Brandenburg“, hob der Staatssekretär hervor. Fischer selbst war diesen Sommer in Wroclaw, um die Zusammenarbeit zwischen den Regionen – insbesondere auch in der Medien- und Filmbranche – weiter zu vertiefen. Im Gegenzug weilte vor wenigen Wochen eine Film- und Medien-Delegation aus Wroclaw in Potsdam. „Der Schwerpunkt des Filmfestivals knüpft somit sehr gut an die Aktivitäten der Landesregierung an“, so Fischer weiter.

    Rund 20.000 Filmfans werden zum Festival in Cottbus erwartet. „Jede Besucherin und jeder Besucher werden eine kulturelle Entdeckungsreise in ein fremdes Land unternehmen – und nichts anderes ist der Besuch einer der Filmvorstellungen. Das hilft, das eben noch Fremde besser zu verstehen, baut Ressentiments ab, fördert Toleranz und gegenseitiges Verständnis“, erklärte der Staatssekretär. „Damit stemmt sich das Filmfestival in Cottbus auch gegen Populismus und Polarisierung im politischen Diskurs“, sagte Fischer zum Abschluss seiner Eröffnungsrede.

     

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