Buchvorstellung Martin Maleschka

    Zur kulturellen Hinterlassenschaft der DDR gehört eine bemerkenswert große Anzahl an Kunstwerken im öffentlichen Raum. Diese Arbeiten waren ein integraler Bestandteil des Gesellschaftsbaus. Sie spielten darüber hinaus bei der bildkünstlerischen Ausstattung der Stadtzentren und Wohngebiete eine bedeutende Rolle. Ihrer Bestimmung nach waren sie nicht bloß schmückendes Element, sondern hatten politische Botschaften beziehungsweise idealisierte Bilder einer neu zu entwickelnden sozialistischen Gesellschaft zu vermitteln. Die von den Auftraggebern vorgegebenen Inhalte wurden durch die ausführenden Künstler oft auf individuelle Art und Weise und unter Anwendung vielfältigster Techniken in bemerkenswerte Kunstwerke umgesetzt.

    Heute sind viele dieser Arbeiten akut von der Zerstörung bedroht. Der Cottbusser Architekt Martin Maleschka hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese gefährdete Kunstgattung in fotografisch anspruchsvollen Aufnahmen zu erfassen. Aufgewachsen in Eisenhüttenstadt ist er der Kunst im Stadtraum selbst täglich begegnet. Inzwischen hat er die umfangreichste Bild-Dokumentation von baubezogener Kunst der DDR aufgebaut.

    Für die von Martin Maleschka soeben vorgelegte Publikation wurden 120 erhaltene Kunstwerke zwischen Ostsee und Erzgebirge ausgewählt und in einen architekturhistorischen Kontext eingebettet. Textbeiträge zu diesem Band lieferten auch Prof. Dr. Thomas Topfstedt (Leipzig), Prof. Dr. Peer Pasternack (Halle) und Luise Rellensmann (Cottbus). Martin Maleschka, geboren 1982 in Eisenhüttenstadt, studierte Architektur an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus, fotografiert systematisch Großsiedlungen und baugebundene Kunst der DDR.

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