Lesung & Gespräch mit Ulla Walter

    Wie beginnt man, von sich selbst, dem eigenen Sein und Werden, der Auseinandersetzung mit der Welt zu erzählen? Bei Künstlern liegt es auf der Hand: Sie gießen ihre Antwort auf das Leben in Bilder, formen sie in Ton oder schlagen sie aus Holz und Stein. Was braucht es Worte, wenn man Farben hat und Formen?

    Auch Ulla Walter, 1955 in Thüringen geboren und heute in Schöneiche, Oder-Spree zu Hause, hat es seit ihren Studienjahren in Dresden und später in Leipzig bei Bernhard Heisig, dessen Meisterschülerin sie war, so gehalten. Viel hat sie ausprobiert in ihren Bildern, Grafiken, Objekten und Installationen. Immer wieder und seit ein paar Jahren immer stärker ist zu ihren Ausdrucksformen aber auch das Wort gekommen. Nicht etwa, weil Ulla Walter ihrer Kunst misstraut. Sie hat sie einfach festhalten wollen, die Geschichten, die ihre Bilder ganz unabhängig von Technik und Motiv noch erzählen – über die Zeit, in der sie entstanden sind, zum Beispiel, über die Umstände, den Prozess des Malens und darüber, was er für sie bedeutet.

    Ganz folgerichtig lautet der Untertitel ihres Buchdebüts „Die Lust der Kunst“ darum auch „Bildergeschichten“. Am kommenden Sonnabend um 19 Uhr, wird Ulla Walter einige davon bei einer Lesung auf der Burg Beeskow im Konzertsaal vorstellen und anschließend dem Publikum bei einem Gespräch Rede und Antwort stehen. Die musikalische Begleitung des Abends, der im Rahmen der am 21. Juni zu Ende gehenden Ausstellung „Leben in einem Land, das es heute nicht mehr gibt“ präsentiert wird, übernimmt der Woltersdorfer Musiker Rico Haring. Da die Plätze aufgrund der Corona-Hygienemaßnahmen beschränkt sind, wird um telefonische Voranmeldung unter 03366/352706 gebeten.

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