„Ich wäre glücklich, wenn meine Lieder für manchen einfach ein Stück seines Lebens sind. Ob er da nun geheult hat bei der Platte oder gelacht, ob er Kraft gefunden oder welche gelassen hat, ist mir egal. Wenn sie nur dazu gehören, zu irgendeinem Leben.“

Gerhard Gundermann

Seit ihrer Wiederauferstehung 2011 ist „Die Seilschaft“ jährlich Gast in der Kulturfabrik, sowohl mit ihrem Akustik-Programm im Musikkeller als auch Open Air. Das Wetter meinte es gut mit den 200 Gästen und so konnte die Fan-Gemeinde wiederum Gundermanns Lieder und die phantastische Band mit Mario Ferraro, Andy Wieczorek, Michael Nass, Tina Powileit und dem authentischen Gundermann-Interpreten Christian Haase auf das Neue entdecken. „Die Seilschaft“, 1992 im Proberaum gegründet, nahm mit Gundermann ab 1993 mehrere Studioalben auf (Der7te Samurai, Frühstück für immer, Engel über dem Revier), die bis heute nichts an Kraft und Tiefe eingebüßt haben. Mit immer ausgereifteren Songs traf die Band den Nerv des Publikums, gerade auch live. Unvergessen sind etwa die Konzerte im Vorprogramm von Bob Dylan oder Joan Baez. Die Begeisterung der Gäste, die jeden Song mit Applaus und Bravorufen begleiteten, war erneuter Beweis, dass Musik und Lyrik von Gundermann nach wie vor in Atem hält und viele Titel schon zu Volksliedern im besten Sinne des Wortes geworden sind. Häufig sang das Publikum mit oder gar alleine, erwies sich dabei als ausgesprochen textsicher und teilte miteinander das Gänsehautfeeling, welches sich mit den Gundermannschen Songs von Leben und Tod, von Liebe, Heimat, Entfremdung und der Sehnsucht nach Freiheit rasch einstellte. Es war ein wunderschöner Abend, die Musiker wurden vom Publikum erst nach vielen Zugaben von der Bühne entlassen. Wer noch nicht genug hat und die Seilschaft wieder einmal akustisch im Musikkeller erleben möchte, sollte sich jetzt schon den 11. Februar 2017 vormerken, der Vorverkauf beginnt in Kürze.

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