Weltmusik mit besonderem Feeling

Stellen Sie sich den Fürstenwalder Stadtpark im Dunkeln vor, und Sie gehen mit Freunden beispielsweise noch zu einem nächtlichen Spaziergang raus. Sie hören fremdartige Klänge, dann folgen sie diesen aus Neugier und entdecken, dass im Parkclub Open Air bunte Lichter durch das Blätterwerk des Parks schimmern und eine Band handgemachte Musik macht auf der kleinen Tribüne. Was für ein Erlebnis, von dem man noch lange zerren könnte! Die überschaubare Fangemeinde lädt zu Konzerterlebnissen jenseits des Mainstreams ein, das ist doch mal was ganz anderes. Ja, man muss dafür offen sein, aber ein Experiment hat noch niemandem geschadet.Diesmal waren „Die Ukrainiens“ im Parkclub – da denkt man doch gleich an den Ausspruch „Die Russen sind da.“ Nein, ganz im Gegenteil. Aus einer Laune heraus hat der Bandleader schon vor einer gefühlten Ewigkeit eine Zeit in der Ukraine gearbeitet, von daher stammt auch die Leidenschaft für die Musik und das Land. Gegründet hat er die Band im Jahr 2006 und sie kommen aus Dresden. Seit jeher sind sie republikweit und im Ausland unterwegs. Wie allen Künstlern, ist es auch ihnen schwergefallen, in der Pandemiezeit ihr Auskommen auf der Bühne zu finden. Sie alle arbeiten in ihren Berufen, sind aber der Musik leidenschaftlich verfallen und trotz allem immer unterwegs. Ihre Musik sind umgeschriebene Musikstücke aus den 80er & 90er Jahren und aus der New Wave Zeit.

Die Musik ist wirklich gut, man fühlt sich bei den schnellen Rhythmen mitgenommen. Die Instrumentenwahl ist perfekt über Bass, Drums, Akkordeon und Saxophon gebündelt und mit russischem und ukrainischem Gesang geht da ganz schön die Post ab. Für die Kenner der Weltmusikszene war an diesem Abend vieles dabei, wie beispielsweise Polka, Balkanbeat, ukrainischer Rock und orientalische Musikstücke. Der Abend war wirklich etwas Besonderes.

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