Nur Hand in Hand funktioniert‘s

Der Feuerwehrball des Feuerwehrvereins Fürstenwalde findet traditionell im Restaurant Seeblick in Trebus statt. Zu diesem festlichen Anlass stehen die Kammeraden natürlich alle Gewehr bei Fuß. Lutz König hatte die Fäden in der Hand und sorgte für nötige Wohlbefinden der Gäste. Gleich zu Beginn nahm Marion Römer das Zepter in die Hand. Sie ist die Vorsitzende des Feuerwehrvereins und seit Jahren ein von allen hochgeschätztes Mitglied. Ihrer starken Persönlichkeit ist es zu verdanken, dass sie trotz ihrer Krankheit an diesem Abend teilnahm. Sie begrüßte alle Gäste auf das Herzlichste und unterstrich die Bedeutung des Balles, denn dieser Abend ist ein Dankeschön an die Einsatzbereitschaft eines Jeden an jedem einzelnen Tag im Jahr. Marion Römer wünschte allen Gäste einen tollen und aufregenden Abend in geselliger Runde. Jörn Müller, der Leiter der Feuerwehr Fürstenwalde, kam anschließend zu Wort und stellte anschaulich dar, inwieweit die Feuerwehr in Fürstenwalde ihre Pflicht erfüllt. Doch vorerst bat er um eine Schweigeminute für den Kameraden Christian Abesser, der ein sehr geschätzter Kamerad war und leider kürzlich verstorben ist. Jörn Müller erinnerte im weiteren Verlauf seiner Rede an den 3. Dezember letzten Jahres, als die Stadtverordneten von Fürstenwalde sich entschieden haben, dem geforderten Bedarfsplan der Feuerwehr zuzustimmen. Er untermauerte die Entscheidung mit Zahlen, die zeigten, dass neue Technik und Einsatzmaterialien lebensrettende Voraussetzungen sind. 612 Einsätze wurden in diesem Jahr gefahren, das sind 115 Einsätze mehr als im Vorjahr. Diese Mehr-Einsätze sind unter anderem darauf zurückzuführen, dass die BAB 12 nach wie vor ein hohes Unfallrisiko aufweist. In zweiter Linie sei man auch bei allen anderen Schäden, wie Bränden in Wohnhäusern, Waldbränden und Unfällen sehr gefragt. Die Technik muss also auf dem neuesten Stand sein, das beweisen nicht nur die bisherigen Zahlen der Einsätze. Schnelle Hilfe zu leisten ist das eine, dann aber bitte mit ausgereifter Technik! Anhand eines Beispiels aus den 20ziger Jahren untermauerte er die Anschaffung und auch den schmerzlich hohen Preis der Geräte. Die Quintessenz ist also: heute ist alles genauso wie damals, nur reden wir heute nicht nur von einem neuen, sondern von drei neuen Fahrzeugen für die Feuerwehr Fürstenwalde. Eines wird heute übergeben – der TLF 4000. Die restlichen beiden Fahrzeuge kommen bis Ende des Jahres. Die Stadt hat hierfür 1,735 Millionen Euro bereitgestellt. Darüber hinaus würdigte Jörn Müller den Kooperationsvertrag der Feuerwehr mit der BSG Pneumant, da hier sowohl auf sportlicher als auch auf gesellschaftlicher Ebene eine gute Zusammenarbeit erfolge. Besondere Beziehungen hat die Feuerwehr zum Oldtimer Club „die Legende e.V.“. Sie seien bestrebt gemeinsam die alten ausgemusterten Fahrzeuge in Schuss zu halten und sie zu restaurieren. In seinen abschließenden Worten bedankte sich Jörn Müller bei allen Förderern, Unterstützern, Kameradinnen und Kameraden für ihr Wirken, ihren besonderen Einsatz und ihre Arbeit. Bürgermeister Hans-Ulrich Hengst brachte es auf den Punkt: Es geht eben nur mit entsprechender, vernünftiger Technik. Das Geld, was die Stadt bereitgestellt hat, ist in guten Händen und wird in die Zukunft investiert. Darüberhinaus muss es auch Kameraden geben, die damit umgehen können. Da sei man ebenfalls auf einem guten Weg – nicht nur bei der Weiterbildung und Qualifizierung der Kameraden, sondern auch bei den vier Stellenausschreibungen, wobei hier schon drei besetzt werden konnten und Nr. 4 folgt in Kürze. Der Bürgermeister bedankte sich ebenfalls für das hohe Maß an Einsatzbereitschaft der Kameraden und wünschte allen einen schönen Abend. Heinz Rudolph, Landesbranddirektor Brandenburg und Leiter der Landesschule und Technischen Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz, würdigte die sehr gute Arbeit der Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Fürstenwalde und befand ebenfalls die Investition in die Zukunft als sehr zukunftsorientiert und wünschte allen weiterhin viel Erfolg. Im Anschluss wurden, wie in den Jahren zuvor, neue Mitglieder aufgenommen, Kameraden und Kameradinnen für ihr Wirken ausgezeichnet und Medaillen für langjährige treue Dienste gewürdigt. Den Abschluss bildete unter großem Jubel aller Anwesenden die Übergabe des Schlüssels für das Tanklöschfahrzeug TFL 4000 durch den Bürgermeister an den Verantwortlichen, Danny Eichhorn. Das Fahrzeug stand auf der Rückseite des Restaurant Seeblick bereit und zeigte einige technische Merkmale, zum Beispiel, wie die „Nacht zum Tag“ gemacht werden kann.

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