An jedem Sonntag im August ein DEFA-Film im Hofkino.Berlin

    Das zerstörte Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg; das Hochbahnviadukt in der Schönhauser Allee, die Entstehung des Strausberger Platzes oder die bröckelnden Fassaden der Altbauten im Prenzlauer Berg – Ost-Berlin bot der DEFA vielfach eine faszinierende Kulisse für ihre Spielfilmprojekte. Zwischen 1946 und 1990 drehte die DEFA eine ganze Reihe an Produktionen in der DDR-Hauptstadt. Die sonntägliche DEFA-Filmreihe „Berlin im DEFA-Film“, ausgerichtet von der DEFA-Stiftung und dem Hofkino.Berlin, bietet eine kleine Entdeckungsreise durch das Berlin vergangener Jahrzehnte.

    Sonntag, 2. August: 1-2-3 CORONA (R: Hans Müller, 1947)
    Das zerstörte Berlin im Jahr 1945. Auf einem Bauplatz lässt sich ein Wanderzirkus nieder. In unmittelbarer Nähe hausen entwurzelte Jungen, deren Geschäft der Schwarzhandel ist. Anführer zweier rivalisierender Banden sind Gerhard und Dietrich. Sie verbünden sich gegen den Zirkusdirektor, als sie bemerken, dass dieser die hübsche Artistin Corona misshandelt. Bei ihrem Racheakt gegen ihn verunglückt das Mädchen. In den Hauptrollen u.a. Eva-Ingeborg Scholz, Lutz Moik und Piet Clausen.

    Sonntag, 9. August: BERLIN – ECKE SCHÖNHAUSER (R: Gerhard Klein, 1957)
    Unter dem U-Bahn-Bogen auf der Schönhauser Allee treffen sie sich täglich, die 16- und 17-jährigen, denen der Platz im Elternhaus zu eng wird: Der Bauarbeiter Dieter sucht auf der Straße die Freiheit; Kohle flüchtet vor seinem ständig betrunkenen Stiefvater; Karl-Heinz ist schon auf der kriminellen Bahn und Angela muss zu Hause Platz machen, wenn die Mutter den Freund empfängt. Mutproben stehen bei den jungen Leuten an der Tagesordnung. In den Hauptrollen u.a. Ekkehard Schall, Ilse Pagé, Harry Engel und Ernst-Georg Schwill.

    Sonntag, 16. August: VERLIEBT UND VORBESTRAFT (R: Erwin Stranka, 1963)
    Hannelore wird von der Bauakademie als Praktikantin in die Brigade Fröhlich geschickt, die am Strausberger Platz in Berlin Häuser errichtet. Die männliche Arbeiterschaft mit hohem Bierkonsum ist nicht begeistert – außer Hanne, dem das Mädchen gefällt. Als er sich am 1. Mai in alkoholisiertem Zustand prügelt und anschließend wegen Verdachts auf „Raubüberfall“ verhaftet wird, ist es Hannelore, die die Kollegen aufrüttelt, um etwas zu unternehmen. In den Hauptrollen u.a. Doris Abeßer, Horst Jonischkan und Herbert Köfer.

    Sonntag, 23. August: SOLO SUNNY (R: Konrad Wolf, 1979)
    Ingrid Sommer, Künstlername Sunny, ist Sängerin. Sie lebt im Prenzlauer Berg; hat viele Verehrer, liebt aber ihre Unabhängigkeit. Sunny ist der Inbegriff der eigenständigen, selbstbewussten Außenseiterin. Von Männern lässt sie sich nichts diktieren. Mit ihrer Band tingelt sie durch das Land, tritt in Klubhäusern und Bars auf. Der Erfolg ist bescheiden. Sie zweifelt und sehnt sich nach Glück und Anerkennung. In den Hauptrollen u.a. Renate Krößner, Alexander Lang, Dieter Montag und Klaus Brasch.

    Sonntag, 30. August: COMING OUT (R: Heiner Carow, 1989)
    In der Silvesternacht rast ein Rettungswagen durch Berlin. Ein junger Mann, Matthias, hat Schlaftabletten genommen und ringt mit dem Tod. Rückblende: Ein anderer junger Mann, Philipp, ist ambitionierter Lehrer. Seine Kollegin Tanja verliebt sich in ihn. Die beiden werden ein Paar. Das Wiedersehen mit einem alten Schulfreund erinnert Philipp an eine frühere homosexuelle Beziehung. Philipp versucht die Neigung zu verdrängen, doch auf Dauer gelingt ihm das nicht: Er verliebt sich in Matthias. In den Hauptrollen u.a. Matthias Freihof, Dirk Kummer und Dagmar Manzel.

    Veranstaltungsbeginn ist jeweils um 21:15 Uhr
    (Einlass ab 20:15 Uhr; Änderungen vorbehalten).
    Das Hofkino.Berlin befindet sich im Innenhof des FMP1
    Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin.
    Tickets sind im VVK über das b-ware! Ladenkino Berlin erhältlich:
    https://ladenkino.de/programm/open-air/
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