Engagierter Drum-Virtuose in der Kulturfabrik

    Nach einem Dutzend „Drums in Konzert“ sollte eigentlich Schluss sein, es wäre ein guter Moment, es dabei zu belassen.
    Auch, wenn Harald Wenzek kurz ans Aufhören und Zurückziehen gedacht haben sollte, war das doch eher ein Trugschluss, denn Aufhören kommt wohl doch noch nicht in Frage. Er ist seiner Kunst eben verfallen, der Rhythmus des Lebens ist sein Lebenselixier. Nun, nachdem klar war, es geht weiter mit dem Schlagzeug-Feeling, blieb aber immer noch die Frage offen, mit wem er sein kommendes Konzert bestreiten sollte. Die Familie hatte ihn inspiriert, seinen Horizont zu erweitern und darüber nachzudenken. Bei der Vielzahl an Musikfreunden muss es ja nicht immer unweigerlich ein Drummer sein, er könnte auch ein anderes Instrument spielen. Daraufhin kam es wie aus der Pistole geschossen: Wenn, dann mit Nico! Nico Lohmann und Harald Wenzek kennen sich aus der Zeit der Jazz Rock Band „Blue Miles“. Anfang der 90ger hatte Wenzek den jungen Saxophonisten Nico Lohmann für die Band begeistern können, der seit seinen Anfängen eine steile Karriere hingelegt hat. Wenzek war von dem jungen Musiker begeistert und hatte ihn dazu ermutigt, seinen Weg in der Musik zu versuchen, was er auch tat. Heute gehört Nico Lohmann zu den gefragtesten Saxophonisten landesweit. Das 13. Drums in Konzert in der Kulturfabrik in Fürstenwalde war gut besucht und beide spielten ihre eigenen Kompositionen und jeweils auch ein Solo. Die klangvollen Stücke stellten ihre Klasse ganz klar heraus. Auch, wenn sie im vor Feld keine Möglichkeit hatten, gemeinsam zu proben, legten sie ein wunderbares Konzert hin. Wenzek spielte an diesem Abend Schlagzeug und Percussion, Nico Lohmann Saxophon und Flöten. Auf meine Frage, die ich eher humoristisch gemeint hatte: „Das wird bestimmt laut oder reißt ihr euch beim Konzert zusammen?,  kam natürlich ein klares Bekenntnis zum „Nö!“ Es gibt laute und leise Stücke, aber man könne auch leise, wenn es drauf ankäme, das hebe sie von einem Teil ihrer Zunft ab. Unter den Gästen war auch die junge Generation, die Wenzek in seinem „Trommelzentrum“ leidenschaftlich unterrichtet. Luka, 11 Jahre, spielt seit vier Jahren Schlagzeug, erst in der Musikschule in Fürstenwalde, aber das habe ihm nicht so gelegen. Daraufhin hat er sich bei der Trommelschule gemeldet und seitdem ginge es vorwärts. Seine Eltern, so war zu erfahren, seien engagiert dabei, ihm zu Hause den Probekeller Stück für Stück zu komplementieren. Er freute sich, seinen Lehrer in der Kulturfabrik miterleben zu dürfen.

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