Hörgenuss der besonderen Art

„L`Art de Passage“ im Musikkeller

Auch wenn die Kulturszene derzeit stark gebeutelt ist, gibt es hier und da kleine Lichtblicke am Horizont des Firmaments. Der Musikkeller der Kulturfabrik ist für die dreifache Gästezahl ausgelegt und da schmerzt es, wenn man tolle Künstler im Hause hat, aber nur eine verschwindend geringe Zahl an Gästen einlassen darf. Das hatte der Atmosphäre aber letztlich nicht geschadet. „L´Art de Passage“, die der Situation durchaus humorvoll begegneten, trafen den Nerv des Publikums. Das Erleben der Musik ist immer wieder aufs Neue ein Klangerlebnis und fesselt zugleich den Zuhörer. Wem Jazz und Weltmusik in ihrer Komplexität etwas sagen, der war an diesem Abend genau richtig. Stefan Kling am Piano, Tobias Morgenstern am Akkordeon und Wolfgang Musick am Kontrabass sind seit 30 Jahren ein eingespieltes Musiktrio, und im 33. Jahr ihres Bestehens sind sie mit einem schönen Konzert wieder in Fürstenwalde. Mit zum Konzert gehören auch die Künstler des Streichquartetts Jansen Folkers, Sophia Heide, Nora Rennau und Johannes Hentschel, die das Ensemble komplettieren. Mit Leidenschaft spielten sie Eigenkompositionen und Althergebrachtes – mal als Solo, dann wieder gemeinsam. Ein Potpourri aus Klassik und Jazz, in Verbindung mit Weltmusik, die immer und überall hörbar ist. Das Versinken in der Musik, in trancehafte Melancholie im Wechsel mit überschäumender Leidenschaft, zeichnete den Musikgenuss an diesem Abend besonders aus.
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