Wie doch die Zeit vergeht, es war nun schon die 6. Auflage dieser Veranstaltungsreihe vom Verein 425 Kultur Erkner e.V. – und auch diese Veranstaltung war restlos ausverkauft! Besser noch, denn in diesem Jahr wagten wir uns an das 1. Blues- und Jazzwochenende! Da in den letzten Jahren die Nachfrage so groß war, wollten wir den Erkneranern und Gästen in diesem Jahr einen Abend mehr geben, um auch einmal bei diesen schon kultigen Jazzkonzerten dabei sein zu können. Am vergangenen Freitag begann das Konzert mit der Information, dass der geplante Auftritt von Gunter Mlynski krankheitsbedingt nicht stattfinden kann. Doch als angekündigt wurde, das Alexander Blume mit Wolfgang Schmahl von der Pappa Binnes Jazz Band kurzfristig einen „Ersatz“ gefunden hat, da wussten die Jazzliebhaber: Da kommt was auf uns zu! Und sie sollten Recht behalten. Denn was da in den über 2,5 Stunden geboten wurde, war ein abwechslungsreiches und vor allen Dingen auch ein Konzert auf höchstem musikalischem Niveau. Und natürlich gab  es  wieder jede Menge Geschichten zu hören, so auch die, dass bei diesem Konzert alte Bekannte auf der Bühne standen. Denn der Gast Wolfgang Schmahl kannte Alexander Blume schon, als dieser noch als kleiner Junge erste musikalische Versuche startete. Und wie der Zufall es wollte, kam er vor einigen Wochen in Eisenach vorbei und jetzt standen sie gemeinsam auf der Bühne! Diese Konzerte „Jazz im Rathaus“ schreiben eben ihre eigenen Geschichten. Alle drei Musiker, denn natürlich war auch wieder Alexanders Sohn Maximilan mit dabei, zeigten, dass diese Jazzmusik etwas für viele Generationen ist. Und vor allen Dingen ist alles live! Da wird nicht mit irgendwelchen technischen Tricks experimentiert. Und mit einem schon legendären Gast ging es am Samstag im zweiten Teil weiter. Legendär deshalb, weil es nicht oft im Jahr vorkommt, dass zwei ehemalige Mitstreiter von Stefan Diestelmann an einem Abend gemeinsam auf der Bühne stehen. Zu Gast war nämlich einer der besten Blues-Mundharmonika-Spieler – Bernd Kleinow. Die Blueskenner werden jetzt wohl sagen: DER war in Erkner?! Und der Abend sollte dann auch das halten, was die musikalische Besetzung schon versprach. Besonders einprägsam war für mich, dass Maximilian den Titel „Der alte und die Kneipe“ vom besagten Diestelmann sang. Mensch, da kamen schon Jugenderinnerungen hoch. Und vielleicht hat Stefan Diestelmann auch von oben zugeschaut… Doch zum Besinnen war einfach keine Zeit, denn wenn Alexander dem Bechsteinflügel so richtig die Boogie-Sporen gibt, Alexander aus seinen Drums alles rausholt und eben Bernd Kleinow die kleine Mundharmonika zu einem der größten Instrumente macht, dann geht einfach die Post ab! Wie schon am ersten Abend, ging das Konzert nahtlos in einen langen Zugabe-Teil über. Irgendwann war dann aber doch das 6. und 7. Konzert mit Alexander und Maximilan Blume und ihren Gästen zu Ende. Schon jetzt ist die Vorfreude groß auf das kommende Jahr, wenn es wieder heißt „Jazz im Rathaus“. Wir werden uns am 20. und 21. Oktober 2017 wiedersehen! Ein besonderer Dank geht an meine Mitstreiter vom Verein 425 Kultur Erkner e.V.. Ohne den Verein 425 gäbe es diese Veranstaltungsreihe nicht. Vielen Dank auch an Kümmels Anzeiger, die für den reibungslosen Vorverkauf gesorgt haben. Mein Dank gilt auch der Stadtverwaltung Erkner für ihre Unterstützung. Bevor das Jahr zu Ende geht, gibt es noch zwei Termine, wo unser Verein auch wieder aktiv ist. Am Freitag, den 25. November findet im Heimatmuseum Erkner ab 15 Uhr der Weihnachtsmarkt statt. Und am 9. Dezember lade ich alle ab 19 Uhr ein, Gast bei unserer nun auch schon dritten Weihnachtsmatinee zu sein. Und beenden möchte ich diesen Artikel mit einem Auszug der E-Mail von Alexander Blume, die ich am Sonntag erhielt: „…das waren wirklich zwei sehr schöne Konzerte, die noch immer nachklingen.“

Carsten Rowald

Verein 425 Kultur Erkner e.V.

www.425-erkner.de

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