Von Land und Leuten – Kursbuch Oder-Spree 2020

    Seit mehr als 80 Jahren durchschneidet die Bundesautobahn 12 die Region zwischen Oder und Spree – stärker belastet als heute war sie nie. Seit 30 Jahren ist sie vor allem durch Schwerlastverkehr im grenzüberschreitenden Transit geprägt. Jörn Müller, Leiter der Fürstenwalder Feuerwehr, und seine Kolleg/innen, die für Abschnitte zwischen den Abfahrten Storkow und Briesen zuständig sind, fordert die A12 beständig heraus. Regelmäßig rücken sie zu „technischen Hilfeleistungen“ aus, wenn dort Mensch und Fahrzeug insbesondere durch Auffahrunfälle zu Schaden kommen. Müller geht es dabei nicht um spektakuläre Einsätze. Wenn seine Löschzüge mit speziellen Rettungsplattformen zur Autobahn ausrücken, fragt er sich stets, ob es zu Schnellstraßen wie dieser keine Alternative gäbe…

    Die Fürstenwalder Feuerwehr und die A12: Das ist eines der Kapitel im neuen „Kursbuch Oder-Spree 2020“, das aus dem traditionsreichen Kreiskalender hervorgegangen ist. Nach ihrer erfolgreichen Premiere im Dezember kann man die 19, von zwölf Autor/innen zu Papier gebrachten Geschichten auf einer Lese-Tour durch die Region erleben – und wo sollte man da in Fürstenwalde besser Station machen, als bei den Kameraden der Feuerwehr selbst? In ihrer Wache in der Frankfurter Straße wird Jörn Müller am 14. Januar, 19 Uhr, nicht nur von den Schwierigkeiten berichten, mit denen sie tagtäglich umzugehen haben, sondern auch über eine andere, bessere Verkehrspolitik nachdenken.

    Ein weiteres Thema, das an diesem Abend aufgerufen wird, ist der problembehaftete Wiederaufbau der Fürstenwalder Innenstadt nach dem Zweiten Weltkrieg. „Die ökonomischen Schwierigkeiten paarten sich mit der geringen Vorstellungkraft, dass man auch die alte Substanz modern renovieren und dennoch erhalten könnte“, erzählt Guido Strohfeldt, Leiter des Fürstenwalder Stadtmuseums, der zu diesem Thema als Gesprächspartner in die Feuerwache kommt. Den Blick nach Bad Saarow lenken wird dagegen Wolfgang de Bruyn, der im „Kursbuch“ über die dortige „Villa Putti“ und ihre Vergangenheit als Maxim-Gorki-Gedenkstätte geschrieben hat. 

    Der Abend mit seinen drei Geschichten, ihren Protagonisten und Autoren wird abgerundet von einer kleinen Wanderausstellung mit den Schwarz-Weiß-Porträts, die Andreas Batke aus Klein Schauen für das Kursbuch aufgenommen hat.
    Dienstag, 14. Januar, 19.00 Uhr
    Feuerwache Fürstenwalde, Frankfurter Straße 68, Fürstenwalde
    Eintritt frei

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