Jetzt auch in Beeskow zu sehen

 „Not macht erfinderisch“ – das gilt seit einem Jahr immer wieder auch für die Kinder des Beeskower Theaterensembles „Treffpunkt Bühne“. Durch die Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen waren Proben nicht immer möglich. Um die Kinder in diesen Zeiten dennoch in ihrer Kreativität zu fördern und zu fordern, initiierte die Leiterin des Kinderensembles Treffpunkt Bühne, Helene Radam, neue Vorhaben. Nach Hörgeschichten zu Gegenständen aus dem museum oder-spree, die den Bergfried erklingen ließen, der Hörspielproduktion ihres Theaterstückes „Urlaubsreif“ in Zusammenarbeit mit dem Freien BürgerRadio Slubfurt e.V. sowie der Premiere des Stückes „Wenn ich Königin wäre…“ machte der erneute Lockdown (Light) im November dem Ensemble das Proben am Weihnachtsstück „Ein Troll sucht den Weihnachtsmann“ und die geplante Aufführung unmöglich.

Eine Alternative bot sich hier im Papiertheater, einer Kunstform, die sich seit Ende des 18. Jahrhunderts in ganz Europa ausbreitete. Um in der dafür genutzten, äußerlich einem „Fernseher“ ähnelnden kleinen Bühne bewegte Bilder zeigen zu können, bedarf es großer Kreativität und Spielfreude. Jedes Kind des Beeskower Ensembles hat dafür seine ganz eigene Version des Weihnachtsstückes inszeniert. Es wurde gezeichnet, geschnitten, geklebt und geprobt. Entstanden sind kleine Filme, die im Dezember auf dem Social Media Kanälen der Burg Beeskow online Premiere gefeiert wurden. „Die größte Hürde für die Kinder war die technische Umsetzung. Die Kinder stehen sonst in ihren Rollen auf der Bühne, jetzt sind sie Schauspieler, Regisseure und Filmemacher zugleich“, sagt Regisseurin Helene Radam, die stolz auf die Ergebnisse ihres Ensembles ist.

Ab dem 23. April werden die so entstandenen Stücke bzw. Filme auch den treuen Theatergüngern in der Beeskower Innenstadt präsentiert. Als örtlicher und technischer Partner steht dem Ensemble die Firma EP:Baumann, aus Beeskow zur Seite, die die Filme in ihrem Schaufenster zeigt.

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