Am Freitag, den 5. Mai, fand in der Reihe „Songs im Rathaus“ im Bürgersaal vom Rathaus Erkner eine Veranstaltung unter dem Namen „Friedenslieder“ statt. Das wäre aber zu einfach, denn hinter der Idee „Friedenslieder“ stand auch der Gedanke, mit diesem Abend ein Zeichen zu setzen, denn leider ist ja das Thema Frieden aktueller denn je. Wie wichtig diese Thema wieder ist, und da beziehe ich mich mal auf das Ende dieser Veranstaltung, ist der klare Wille aller Zuhörer, Organisatoren und Künstlern, im Herbst diesen Jahres eine weitere Veranstaltung dieser Art folgen zu lassen. Diese Fortsetzung birgt aber dann auch die Hoffnung, dass eine größere Generationenvielfalt unter den  Besuchern zu sehen ist. Aber vielleicht kann gerade die ältere Generation ganz anders mit diesem Thema umgehen, da sie diesen verdammten Krieg persönlich erlebt haben. So war es schon ergreifend, wie gerührt die Zuhörer bei den erklungenen Friedensliedern waren. Doch bevor ich zu den Künstlern komme, noch ein Wort zu denen, die gern das Thema Frieden verkünden, aber  an solch einem Abend eben keine Flagge zeigten. Doch wie jemand an diesem Abend sagte, dann braucht sich keiner zu wundern, wenn bei der nächsten Wahl… Daraus soll sich jeder selbst einen Reim bilden! Die Künstler haben auf jeden Fall mit ihrem Auftritt ein Zeichen gesetzt.
Eingeladen hatte wie immer bei „Songs im Rathaus“ der Verein 425 Kultur Erkner e.V., und dieser Einladung gefolgt sind Carmen Orlet und Hugo Dietrich, Anton Schwarzbach und die unter dem Namen „Randberliner“ bekannten Hans-Peter Hendriks und Carsten Rowald. Richtigerweise sind die „Randberliner“ nicht nur musikalisch aktiv an diesem Abend, sondern organisieren als Mitglieder vom Verein 425 mit ihrem Team diese Veranstaltung. Und deshalb gilt mein besonderer Dank diesen Organisatoren, die in ihrer Freizeit das Motto ihres Vereins aktiv in die Tat umsetzen „Kultur für Erkner“. Den Auftakt machte der junge Pianist Anton Schwarzbach mit einer „Träumerei“, man könnte auch sagen, einer Träumerei vom Frieden. Im ersten Block mit Hans-Peter Hendriks und Carsten Rowald erklangen u.a. dann Lieder, wie „Es ist an der Zeit“  von Hannes Wader oder „Es ist doch ein friedlicher Ort“ von Reinhard Mey. Den ersten Block beendeten die „Randberliner“ dann mit der Hymne „Es scheint“ und sie wurden dabei wieder begleitet von Anton Schwarzbach am Flügel. Zwischendurch haben beide Sänger immer wieder auf die Wichtigkeit des Themas „Frieden“ hingewiesen. Carmen Orlet und Hugo Dietrich zeigten danach, warum sie immer wieder sehr gerngesehene Gäste bei Veranstaltungen vom Verein 425 sind. Denn ihr Auftritt bedeutet immer einen musikalischen Hochgenuss. Es erklangen u.a. wieder Songs von Gundermann und natürlich gab es einen Auszug aus ihrem aktuellen Regine-Hildebrandt-Programm, mit dem sie momentan unterwegs sind. Nach der anschließenden kurzen Pause ging es wieder besinnlich weiter mit einem Bob Dylan-Klassiker „Die Antwort weiß ganz allein der Wind“. Carsten Rowald leitete dann zum Thema Armee über, in dem er seinen eigenen Song „Dreckig, Müde, Unausgeschlafen“ spielte. Zu diesem Thema sang dann Hans-Peter Hendricks den Song von Reinhard Mey „Alles Soldaten woll‘n nach Haus“. Anton Schwarzbach zeigte beim Song „Frieden“, vorgetragen von Hans-Peter Hendricks, welch großes Gefühl er schon jetzt, mit seinen jungen 14 Jahren, am Flügel zeigt. Ich bin mir sicher, dass da ein großes Talent im Klavierspiel heranwächst! Carmen Orlet und Hugo Dietrich begannen ihren zweiten Teil mit einem Gundermann-Song, dem ein Brecht-Song folgte, „Mein Sohn“. Ja, und sie erinnerten gemeinsam mit dem Publikum an das ältere Liedgut mit „Wer möchte nicht im Leben bleiben“. Den Abschluss des Abends bildete ein Lied, dass alle Künstler gemeinsam sangen: „Sag mir, wo die Blumen sind“. Wer dabei war – und da bin ich wieder am Anfang meines Berichtes – der  hat schon mit seinem Dabeisein ein Zeichen gesetzt und weiß, dass noch mehrere Lieder an diesem Abend erklangen. Und im Herbst werden sie wieder erklingen, unsere „FRIEDENSLIEDER“.

Carsten Rowald – Verein 425 Kultur Erkner e.V.

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